Fast jeder zweite Social-Media-Manager erlebt Burnout

Social-Media-Manager übernehmen in Unternehmen und Agenturen immer mehr Aufgaben. Eine internationale Studie zeigt nun: Viele arbeiten unter hohem Druck, häufig ohne Team – und stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.
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Social-Media-Teams am Limit: Eine Metricool-Studie zeigt, wie anspruchsvoll der Job des Social-Media-Managers sein kann. (© Unsplash / Nubelson Fernandes)

Strategien entwickeln, Inhalte produzieren, Daten analysieren, Kommentare moderieren und im Zweifel auch Krisenkommunikation leisten: Die Aufgaben im Social-Media-Management sind vielfältig und nehmen weiter zu. Gleichzeitig wächst die Belastung für viele Mitarbeitende. Das zeigt der aktuelle „Social Media Well-Being Report“ der Plattform Metricool.

Für die internationale Studie wurden 927 Social-Media-Profis aus Agenturen, Marketingteams, der Creator Economy sowie aus der Gruppe der Selbstständigen befragt. Mit einem zentralen Ergebnis: Fast jeder oder jede zweite Befragte berichtet von Burnout- oder Beinahe-Burnout-Erfahrungen. Viele nennen außerdem mentale Erschöpfung sowie Phasen sinkender Motivation oder Kreativität.

Viele Aufgaben – oft ohne Team

Ein Grund für die Belastung liegt im breiten Aufgabenprofil. Social-Media-Manager sind häufig gleichzeitig für strategische Planung, Content-Produktion und Performance-Analyse verantwortlich. In vielen Fällen geschieht das ohne größere Teamstrukturen: Rund sechs von zehn Befragten geben an, kein eigenes Social-Media-Team zu haben und ihre Aufgaben weitgehend allein zu bewältigen.

Hinzu kommt ein hoher Zeitdruck. Ein Großteil der Befragten arbeitet regelmäßig über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus, besonders häufig betrifft das Selbstständige und Freelancer. Die Dynamik sozialer Netzwerke, kurzfristige Kampagnenänderungen und der Anspruch, schnell auf Trends oder Kommentare zu reagieren, erhöhen den Druck zusätzlich.

KI als Unterstützung im Arbeitsalltag

Auch beim Thema Vergütung zeigt sich eine deutliche Unzufriedenheit. Nur eine kleine Minderheit der Befragten fühlt sich vollständig fair bezahlt, während vier von zehn Befragten ihre Bezahlung als nicht angemessen empfinden. Zudem berichten zahlreiche Social-Media-Profis, dass ihre Arbeit im Vergleich zu anderen Marketingfunktionen oft weniger anerkannt werde, obwohl Social Media längst eine zentrale Rolle in der Markenkommunikation spielt.

Um die steigenden Anforderungen zu bewältigen, greifen viele Teams auf technologische Unterstützung zurück. Eine deutliche Mehrheit der Befragten nutzt inzwischen KI- oder Automatisierungstools, etwa für Content-Erstellung, Planung oder Analyse. Viele sehen darin jedoch eher eine Hilfe im Arbeitsalltag als eine Lösung für strukturelle Probleme wie Personalmangel oder unrealistische Erwartungen.

Lena Gerda Wendland (lew, Jahrgang 2001) ist seit März 2026 Werkstudentin bei der absatzwirtschaft. Geboren und aufgewachsen in Berlin, studiert sie nun Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig. Neben ihrem Studium ist sie für Sportarten jeglicher Art zu begeistern, besonders häufig kann man sie beim Laufen und Volleyballspielen antreffen.