Mit einem Anteil von 59 Prozent werden soziale Medien in Deutschland von so wenigen Menschen aktiv genutzt wie in kaum einem anderen Staat in der Europäischen Union. Nur in Italien nutzen laut aktuellen Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat noch weniger Menschen (56 Prozent) soziale Medien. Im EU-Schnitt waren im vergangenen Jahr 67 Prozent der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren in sozialen Medien aktiv unterwegs. Innerhalb der EU am weitesten verbreitet war die Nutzung sozialer Medien in Dänemark (90 Prozent), Zypern (87 Prozent) und Malta (82 Prozent).
Trotz der hinteren Platzierung im europäischen Vergleich hat die Nutzung sozialer Medien in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren deutlich zugenommen – und zwar in allen Altersgruppen. Waren im Jahr 2021 noch weniger als die Hälfte der Bevölkerung (47 Prozent) in sozialen Medien aktiv, so ist der Anteil unter den Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren mittlerweile auf 59 Prozent gestiegen (2025), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilte. Dazu zählt beispielsweise das Erstellen eines eigenen Accounts auf einer entsprechenden Plattform, das Erstellen eigener Beiträge oder die Interaktion mit anderen Nutzenden. Die Nutzung von Messenger-Diensten zählt nicht dazu.
Jüngere Menschen stärker präsent, ältere holen auf
Für die Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren gilt: Je jünger die Menschen sind, desto eher nutzen sie aktiv soziale Medien. Am höchsten war der Anteil im Jahr 2025 demnach bei den 16- bis 24-Jährigen mit 85 Prozent. Bei den 25- bis 34-Jährigen betrug er 81 Prozent, bei den 35- bis 44-Jährigen noch 72 Prozent. Mit zunehmendem Alter geht die aktive Nutzung sozialer Medien weiter zurück; von den 65- bis 74-Jährigen war noch ein Viertel (25 Prozent) in den sozialen Medien aktiv.
Allerdings hat die Nutzung sozialer Medien gegenüber 2021 in allen Altersgruppen deutlich zugenommen, vor allem unter den Älteren. So nahm der Anteil der Nutzenden sozialer Medien unter den 65- bis 74-Jährigen von 15 Prozent im Jahr 2021 auf 25 Prozent (2025) zu. Bei den 55- bis 64-Jährigen stieg der Anteil von 29 Prozent auf 42 Prozent. Aber auch bei den 16- bis 24-Jährigen mit einem bereits hohen Anteil an Nutzenden gab es einen Zuwachs: von 78 auf 85 Prozent.
Methodik: Die Ergebnisse basieren auf der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten. Befragt werden ausschließlich Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren.



