Warum die Telekom-Marke Fraenk jetzt offen mit „Schleichwerbung“ spielt

Fraenk setzt die Zusammenarbeit mit Hazel Brugger fort und bringt eine neue 360-Grad-Kampagne an den Start. Der Mobilfunkanbieter spielt dabei offensiv mit dem Prinzip Schleichwerbung und holt auch Tine Wittler ins Motiv.
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Die neue Fraenk-Kampagne mit Hazel Brugger dreht sich um den Gedanken, Schleichwerbung nicht zu verstecken, sondern demonstrativ offenzulegen. (© Fraenk)

Fraenk launcht die zweite von insgesamt drei gemeinsamen Kampagnen mit Hazel Brugger. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, steht die Aktion unter dem Motto „Werbung ist doch ganz einfach genau so wie Fraenk“. Die Kampagne läuft im April und Mai über mehrere Kanäle, darunter CTV und ATV, Social Media sowie OOH und DOOH. Neben Brugger taucht auch Tine Wittler in der Kampagne auf. Konzipiert und produziert wurde die Kampagne von Charles & Charlotte, produziert wurde sie gemeinsam mit Fount.

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Im Kern setzt Fraenk auf ein Meta-Spiel mit Werbung. Das kampagnenführende Narrativ dreht sich um den Gedanken, Schleichwerbung nicht zu verstecken, sondern demonstrativ offenzulegen. Hazel Brugger platziert die Marke demnach bewusst in unpassenden Situationen. Der Witz: Die vermeintliche Schleichwerbung entlarvt sich selbst. Das soll die Botschaft von Fraenk als „einfacher Mobilfunk ohne Schnick Schnack“ transportieren.

„Die Idee musste als System funktionieren“

Die Ausspielung ist breit angelegt. Genannt werden CTV und ATV auf Amazon Prime, Netflix, Disney+, SevenOne, Ad Alliance und im Kino. Hinzu kommen YouTube, Meta und TikTok sowie OOH und DOOH. Fraenk begründet das mit einem konsistenten Markenaufbau über verschiedene Touchpoints hinweg.

Michelle Thole, Account Director der betreuenden Agentur Charles & Charlotte, wird in einer entsprechenden Pressemitteilung zitiert: „Die Idee musste als System funktionieren. So haben wir sie so gebaut, dass sie in Digital TV (ATV & CTV) klar sitzt und auch in Social Assets funktioniert, die sich nach echter Nähe anfühlen. Genau diese Stringenz macht aus Einzelmotiven eine 360-Kampagne.“

Auch Fraenk selbst stellt den Meta-Ansatz in den Vordergrund. Yannick Noah Thomssen, Kampagnenmanager bei Fraenk, wird in der Mitteilung zitiert: „Wir verstecken die Werbung nicht. Wir machen sie zum Gegenstand des Witzes. Das ist ehrlicher, unterhaltsamer und am Ende auch effizienter, weil die USPs nicht im Nebel verschwinden. Fraenk steht für Mobilfunk, der einfach funktioniert. Mit Hazel erzählen wir das so, dass es hängen bleibt, ohne sich nach klassischer Werbung anzufühlen. Die 360-Grad-Ausspielung sorgt dafür, dass die Idee da auftaucht, wo Menschen wirklich sind.“

(amx, Jahrgang 1989) ist seit Juli 2025 Chefredakteur der absatzwirtschaft. Er ist weder Native noch Immigrant, doch auf jeden Fall Digital. Der Wahlberliner mit einem Faible für Nischenthemen verfügt über ein breites Interessenspektrum, was sich bei ihm auch beruflich niederschlägt: So hat er bereits beim Playboy, in der Agentur C3 sowie beim Branchendienst Meedia gearbeitet.