Der Grand Effie 2025 geht an den FC St. Pauli. Gemeinsam mit seinen Partneragenturen Nordpol, Segmenta Communications und Position One setzte sich der Kiezclub gegen namhafte Konkurrenz durch. Traditionell treten die Gewinner der Gold-Effies im Rahmen der Preisverleihung in Pitches gegeneinander an. Dabei präsentierten am Donnerstagabend in Leipzig auch die Agenturen Grabarz & Partner (Kunde: Deutsche Bahn), KNSK (Carl Kühne) und Saatchi & Saatchi (Telekom) ihre Cases.
Der aktuelle Bundesligist, der mit der Wettbewerbssituation mindestens ebenso vertraut sein dürfte, wie die Agenturen, überzeugte die Grand Jury schließlich und holte sich die Trophäe. Die Hamburger haben im vergangenen Jahr als erster deutscher Profifußballverein eine Genossenschaft zur Vereinsfinanzierung gegründet: Mit seiner Football Coooperative St. Pauli FCSP sei der Verein neue und unkonventionelle Wege gegangen. Und mit der Kampagne zur Gründung habe er „die Wirkkraft der Kommunikationsbranche unterstrichen“ sowie einen „starken wirtschaftlichen Impact erzielt“, heißt es in der Begründung der Jury.
Zielgruppe erreicht, Zielgruppe ausgebaut
„Der FC St. Pauli zeigt mit dem Case, dass er seine Zielgruppe extrem gut kennt“, sagte Effie-Juryvorsitzende Liane Siebenhaar. Bemerkenswert sei ebenfalls, dass es dem Fußballverein mit der Kampagne gelungen sei, mehr als die Hälfte des mit der Genossenschaft eingesammelten Geldes (rund 29 Millionen Euro, Anm. d. Red.) außerhalb der Community zu generieren und damit neue Zielgruppen zu erreichen.
Der GWA ist seit 1981 deutscher Lizenznehmer des Effies, der in mehr als 50 Ländern nach ähnlichen Kriterien vergeben wird. Neben der Grand-Effie-Trophäe wurden auf der feierlichen Award-Gala in Leipzig auch alle Gold, Silber und Bronze Effies verliehen.
GWA-Vorstand neu gewählt

Der GWA vertritt rund 160 Mitgliedsagenturen und gilt als eine der wichtigsten Branchenplattformen für führende Kommunikationsagenturen in Deutschland. Im Vorfeld der Effie-Verleihung hat der Verband seine Mitgliederversammlung abgehalten und dabei den 14-köpfigen Vorstand neu gewählt.
Larissa Pohl (WPP) darf als GWA-Präsidentin in ihre dritte Amtzeit gehen. Eine Vizepräsidentin bleibt Manuela Schwarz (Schindler Parent), die dem GWA-Vorstand bereits seit fünf Jahren in dieser Funktion und als Schatzmeisterin angehört. Ebenfalls Vizepräsidentin ist nun auch Aissu Diallo (Butter Social), die dafür ihre bisherige Funktion als Sprecherin des GWA-Young-Boards abgibt.
Claudia Diaz (Ressourcenmangel), Jörg Fieback (Zebra Group) und Jan-Philipp Jahn (Serviceplan) behalten ihre Vorstandspositionen. Neu oder nach längerer Pause wieder im GWA-Vorstand sind: Jonas Bailly (Jung von Matt), Raphael Brinkert (BrinkertLück), Marius Darschin (Territory), Michael Frank (Die Crew), Iris Heilmann (Palmer Hargreaves), Gunnar Hintz (Add2), Christina Keller (DDB) und Nina Haller (Muehlhausmoers).
„Der künftige Vorstand ist nicht nur personell neu aufgestellt, er soll auch von einem etwas anderen Verständnis geleitet sein“, sagt Larissa Pohl. Kernaufgabe des Vorstands sei es, den Mitgliedernutzen zu maximieren, jedoch nicht in einem operativen, sondern in einem strategischen Sinne. Mitgliedernutzen heiße dabei, relevante Programme und Pakete anzubieten, die so nur der GWA als Verband anbieten könne.
