Drei Agenturen und eine Marke haben sich unter allen Einreichern zum Effie Germany 2025 durchgesetzt und werden mit dem Effie in Gold ausgezeichnet. Diese Gewinner gab der GWA am Donnerstag in einer Mitteilung bekannt:
FC St. Pauli: Deutschlands größte Sportgenossenschaft
Eine der begehrten Gold-Trophäen geht in der Kategorie „New New“ an den FC St. Pauli. Als erster deutscher Profifußballverein gründeten die Hamburger mit der Football Cooperative St. Pauli FCSP von 2024 eine Genossenschaft zur Vereinsfinanzierung. Die Kampagne „Eine andere Finanzierung ist möglich“ machte aus Fans echte Miteigentümer und gewann insgesamt 22.623 Genossinnen und Genossen aus 44 Ländern. Der Verein sammelte statt der geplanten 20 Millionen Euro 29,1 Millionen Euro ein. Die meisten Genossinnen und Genossen kamen über eine Kampagne in den eigenen Kanälen und über PR, aber auch die bezahlte Werbung war extrem effizient. „Nur 227.000 Euro Mediabudget holten zusätzliche 5,5 Millionen Euro. Der FC St. Pauli schuf so Deutschlands größte Sportgenossenschaft“, lobt die Jury.
Grabarz & Partner: Unkonventionelles Recruiting für die Deutsche Bahn
Die Agentur Grabarz & Partner gewinnt Gold für den Case „Der geheime Bund“ für die Deutsche Bahn in der Kategorie „Employer Branding & Recruiting“. Um den Bekanntheitsgrad des Berufsbilds Zugverkehrssteuerer bei Schülerinnen und Schülern zu steigern, setzen Agentur und Kunde auf unkonventionelle, involvierende Recruiting-Kommunikation und auf TikTok als Türöffner. Die Effie Jury ist überzeugt: „Durch unkonventionelle Recruiting-Kommunikation schaffte es ,Der Geheime Bund’ den unbekannten Beruf des Zugverkehrssteuerers (w/m/d) so begehrenswert zu machen, dass sich eine Rekordzahl an Schüler*innen dafür bewarb – lange vor Ausbildungsstart.“
KNSK: Mit Rotkohl-Pizza junge Menschen begeistert
Einen weiteren Gold Effie gewinnt KNSK mit der Kampagne „Iss ein Scandalo“ für den Kunden Carl Kühne in der Kategorie „Comeback“. Ziel der Kampagne war es, jüngere Menschen aus Gen Z und Millenials für den Klassiker Rotkohl neu zu begeistern. Die Idee bestand aus einem Rezept, das die Kommentarspalten in den sozialen Medien zum Brodeln brachte: die Rotkohl-Pizza. Die Effie-Jury begründet ihre Entscheidung mit Fakten: „In der Gruppe der Rotkohl-müden Gen Z gelang es, die Käuferreichweite um 49 Prozent zu steigern.“
Saatchi & Saatchi: Gegen Hass im Netz, für die Telekom
Das vierte Gold geht an die Agentur Saatchi & Saatchi in der Kategorie „Evergreen“ für den Kunden Deutsche Telekom mit dem Case „Gegen Hass im Netz“. Seit fünf Jahren kämpft die Telekom mit dieser Initiative bereits für ein verbindendes Netz – mit überzeugender Wirkung: Das Markenimage steigt um 18 Prozent, der Imagewert „gesellschaftliche Verantwortung“ erhöht sich um 30,5 Prozent und wird zum zentralen Differenzierungsmerkmal für den Konzern. Die Awareness der Initiative wächst um 195 Prozent, sodass jede*r zweite Deutsche diese nun kennt. Die Effie-Jury betont: „Hass vergiftet den Ort, der uns eigentlich verbinden soll: das Netz. Mit ,Gegen Hass im Netz’ zeigt die Deutsche Telekom seit fünf Jahren, wie mutige Haltung Marke und Gesellschaft stärkt.“
Grand-Effie-Pitch und Preisverleihung im November
Alle vier Gold-Gewinner werden am 13. November im Rahmen der Effie Kongresses in Leipzig auf der Bühne ihre Cases vorstellen. Anschließend vergibt die Jury den Grand Effie, der zusammen mit den Effies in Gold, Silber und Bronze am Abend auf der Effie Award Gala verliehen wird.
