Der Deutsche Digital Award (DDA) 2026 ist entschieden. Wie der Bundesverband Digitale Wirtschaft mitteilt, wurden bei der Awardshow im Museum für Kommunikation in Berlin insgesamt 65 Auszeichnungen für digitale Kreativität vergeben. Prämiert wurden 48 Cases.
Die Bilanz: 15 Gold-Awards, 30 Silber-Awards, 19 Bronze-Awards und ein Best-of-Award. Erfolgreichste Agentur war Jung von Matt mit 13 Awards. Dahinter folgen Curious Company und German Wahnsinn mit jeweils fünf Auszeichnungen.
Der meistprämierte Case des Jahres war „Rental Horror Stories“ von Jung von Matt und Lipstick Postproduction für Sixt. Die Arbeit gewann vier Preise, darunter zwei Gold-Auszeichnungen. Auch bei den Gold-Gewinnern lag Jung von Matt vorn. Die Agentur kam auf fünf Gold-Awards. Charles & Charlotte erhielt dreimal Gold. Lipstick Postproduction, Saint Elmo’s und wtf wurden jeweils zweimal mit Gold ausgezeichnet.
| Rang | Case | Marke/Kunde | Agentur(en) | Ausbeute | Erklärung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | „Rental Car Horror Stories“ | Sixt | Jung von Matt, Lipstick Postproduction | 4 Awards: 2 Gold, 2 Silber | Meistprämierter Case des Jahres |
| 2 | „Cora mietet“ | Sixt | Jung von Matt | 2 Awards: 2 Gold | Beispiel für schnelles Reagieren auf einen viralen Trend |
| 3 | „Sheep happens“ | Penny | Saint Elmo’s, Charles & Charlotte | 2 Awards: 2 Gold | Echtzeit-Storytelling aus einem ungeplanten Ereignis |
| 4 | „Boah, Bahn!“ | Deutsche Bahn | wtf | 2 Awards: 2 Gold | Einer der stärksten Gold-Cases abseits von Sixt und Penny |
| 5 | BreachBunny | BreachBunny | BreachBunny | Best of + Gold | Best-of-Gewinner und Beispiel für Community-nahe Markenführung |
| 6 | „Miniatur Warmland“ | Deutsche Telekom | Curious Company, Grabarz & Partner | 2 Awards: 1 Gold, 1 Silber | Erfolgreicher Case eines großen Markenauftraggebers |
| 7 | „§HOPLEFTING“ | Laut gegen Nazis | Jung von Matt | 2 Awards: 1 Gold, 1 Silber | Digital-for-Good-Arbeit mit politischer Kante |
Sixt gewann unter anderem mit „Cora mietet“. Der Case reagierte in Echtzeit auf einen viralen Werbetrend um die Werbekampagne mit Ralf Schumacher und machte daraus eine Gegenkampagne mit messbarer Wirkung, so die Begründung. Auch Penny überzeugte mit schnellem Storytelling. Der Case „Sheep happens“ wurde zweimal mit Gold ausgezeichnet. Ausgangspunkt war ein ungeplanter Vorfall in Unterfranken, bei dem Schafe einen Penny-Markt stürmten.
Best-of-Award geht an Versicherungsunternehmen für Creator
Jurypräsidentin Niat Asfaw Graça von Serviceplan wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Digitale Kreativität lebt heute von kultureller Relevanz. Es geht darum, Teil von Gesprächen und Communities zu werden, statt nur Botschaften zu senden. Die besten Cases erkennen das Momentum, greifen kulturelle Dynamiken auf und entwickeln daraus Wirkung, die weit über klassische Kampagnen hinausgeht.“
Den Best-of-Award erhielt Breach Bunny. Das Unternehmen bietet Versicherungsangebote für Creator*innen, digitale Güter und Gaming-Set-ups.
BVDW-Vizepräsidentin und Jurypräsidentin Anke Herbener von Digital Changers betont: „2026 geht es darum, Nähe mit der Community herzustellen. Ob interaktiv, durch Gamifikation oder sprachlich: Wichtig ist, der eigenen Zielgruppe auf Augenhöhe zu begegnen und echten Mehrwert zu liefern.“
Weiter stellt Herbener fest: „Breach Bunny ist deshalb so herausragend, weil der Case aus der Lebensrealität der Community gedacht ist. Er ist ein Musterbeispiel dafür, worum es beim DDA geht: Eine intelligente Idee auf außergewöhnlich kreative Weise und mit technischer Finesse umzusetzen.“






