Best Brands 2026: Coca-Cola gewinnt den Hauptpreis

Die Gewinner der Best Brands Awards 2026 stehen fest. Neben Coca-Cola in der Hauptkategorie setzen sich Ikea, Adidas und Samsung gegen prominente Konkurrenz durch.
Coca-Cola ist omnipräsent: Auch bei den gerade zu Ende gegangenen Olympischen Winterspielen führte kein Weg an der Marke vorbei.
Coca-Cola ist omnipräsent: Auch bei den gerade zu Ende gegangenen Olympischen Winterspielen führte kein Weg an der Marke vorbei. (© Imago / NurPhoto)

Die Gewinner der Best Brands Awards 2026 stehen fest: Coca-Cola wurde als „Best Brand Overall“ ausgezeichnet. Die Getränkemarke setze sich vor Sieger der beiden Vorjahre, Nivea, und Samsung durch. Ikea erhielt den Award als „Best Experience Brand“, Adidas sicherte sich den ersten Platz in der Kategorie „Best Brand Sports“ und Samsung wurde als „Best Brand Smart Technology“ prämiert.

Florian Haller, CEO der Serviceplan Group, ordnet die Ergebnisse der Best Brands Studie 2026 ein: „An der Spitze stehen Marken, die im Alltag der Konsument*innen eine klare und verlässliche Rolle einnehmen. Sie schaffen Vertrauen, bieten Orientierung und reduzieren Komplexität in aktuell auf vielen Ebenen herausfordernden Zeiten. Die Grundlage dafür ist eine klare Markenführung mit einem starken Markenkern, der klug weiterentwickelt und konsequent in relevante Markenerlebnisse übersetzt wird. So entsteht authentischer Mehrwert für relevante Communities – und damit echte Relevanz.“

Top 10 in den vier Kategorien

Das sind die stärksten zehn Marken in den vier Kategorien der Best Brands 2026:

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Bei der Bewertung der Marken entscheidet keine Jury über die Gewinner. Der Best Brands Award basiert auf einer repräsentativen Studie von NIQ. Diese misst die Stärke einer Marke mit mehreren Kriterien, unter anderem am tatsächlichen wirtschaftlichen Markterfolg, sowie an der Attraktivität der Marke in der Wahrnehmung der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Best Brands Gala mit Keynote von Christian Lindner

Die Auszeichnungen wurden am Mittwochabend im Rahmen der Best Brands Gala in München verliehen. Die Veranstaltung wurde von Linda Zervakis moderiert und brachte rund 500 Entscheiderinnen und Entscheider aus Wirtschaft, Handel und Medien zusammen.

Eröffnet wurde die Preisverleihung von einer Keynote des ehemaligen Bundesfinanzministers Christian Lindner, der heute selbst in unternehmerischer Verantwortung steht. In seinem Impuls stellte er Resilienz als zentralen Erfolgsfaktor für Marken in den Mittelpunkt, gerade in dynamischen und unsicheren Zeiten. Denn in solchen Phasen entscheide sich, welche Marken langfristig erfolgreich bleiben: „In Zeiten von Unsicherheit und Umbrüchen werden Marktanteile und Glaubwürdigkeit für Marken gewonnen oder verloren. Wer starke Nerven hat, investiert dann antizyklisch in die eigene Marke, wenn Menschen besonders nach Orientierung suchen. Markenkommunikation darf nicht Volatilitäten folgen, sondern muss ihren Gegenpol bilden“, sagte Lindner.

Ein Sportpanel mit dem ehemaligen Profi-Fußballer Christoph Kramer, Podcaster und Moderator Tommi Schmitt sowie Nationalspieler Leon Goretzka brachte persönliche Erfahrungen und verschiedene Blickwinkel auf die Bühne. Im Mittelpunkt standen Themen wie die aktuelle Fan-Kultur, die Rolle von mentaler Stärke, Resilienz und Leadership im Profisport sowie was sportliche und unternehmerische Leistungsfähigkeit verbindet.

Marken-Experience als Führungsaufgabe

Bereits am Nachmittag fand im House of Communication der Serviceplan Group in München das Best Brands College 2026 statt. Es stand unter dem Dachthema „#ExperienceUnlimited: Wie Brand Experience Marken Stabilität und Stärke verleiht“. Dabei diskutierten hochkarätige Speakerinnen und Experten der nominierten Brands die Rolle von Markenerlebnissen in einer zunehmend fragmentierten Welt.

In ihrer Keynote beleuchtete die Bestsellerautorin, Kriminalpsychologin und Gedächtnisforscherin Julia Shaw, wie Erinnerung, Identität und Storytelling zusammenwirken und warum emotionale Verankerung durch Erinnerungen für Marken langfristig wertvoll ist. Ein Panel mit Oke Göttlich (FC St. Pauli), Felicia Mutterer (FC Viktoria Berlin) und Jasmine Robinson (Monarch Collective) gab Einblicke in Purpose-getriebene Strategien, die mit einem nachhaltigen Investoren-Modell und Community-Initiativen Markenführung aus dem Stadion heraus neu denken.

Der Best Brands Award wird von NIQ, Seven.One Entertainment Group, Markenverband, WirtschaftsWoche, Die Zeit, RMS Radio Marketing Service, Media Impact, WallDecaux und der Serviceplan Group gemeinsam ausgerichtet.

(tht, Jahrgang 1980) ist seit 2019 Redakteur bei der absatzwirtschaft. Davor war er zehn Jahre lang Politik- bzw. Wirtschaftsredakteur bei der Stuttgarter Zeitung. Der Familienvater hat eine Leidenschaft für Krimis aller Art, vom Tatort über den True-Crime-Podcast bis zum Pokalfinale.