Welche Trends haben bis zum Jahr 2027 den größten Einfluss auf das digitale Marketing? Diese Frage hat der Digitalverband 180 Unternehmen in seinem Netzwerk im Rahmen der Studie „Marketing im digitalen Wandel 2026“ gestellt. Wenig überraschend landete Künstliche Intelligenz an der Spitze: Mehr als 8 von 10 der befragten Unternehmen (84 Prozent) sehen KI als den einflussreichsten Trend an.
Auf Rang 2 des Trend-Rankings folgt mit deutlichem Abstand datengetriebenes Marketing (62 Prozent), Personalisierung wurde von 39 Prozent der befragten Unternehmen angegeben (Platz 3).
Hier die Top 10 der einflussreichsten Trends:

Diese Top 3 der wichtigsten Trends beeinflussen sich nach Ansicht von Florian Bayer, Bitkom-Experte für digitales Marketing, gegenseitig: „Daten machen Marketing messbar, ermöglichen Personalisierung und bilden die Grundlage für den wirksamen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.“ Diese Trends seien keine separaten Entwicklungen, sondern müssen ineinandergreifen, damit die digitale Transformation im Marketing erfolgreich umgesetzt werden kann.
Ohne KI kein erfolgreiches Marketing
Beim Nummer 1 Trend KI ging die Befragung noch etwas mehr in die Tiefe: Gemäß der Studie sind 67 Prozent der Befragten überzeugt, dass Marketing ohne den Einsatz von KI künftig nicht mehr erfolgreich sein wird. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) ist der Ansicht, dass generative KI heute schon einen erheblichen Teil der kreativen Marketingarbeit übernimmt.
Gleichzeitig sagen 52 Prozent, dass es in Marketingabteilungen häufig an den nötigen Kompetenzen fehlt, um KI sinnvoll einzusetzen. „Künstliche Intelligenz ist im Marketing längst kein Nice-to-have mehr, sondern ein zentraler Produktivitätshebel“, so Bayer. „Damit KI ihr volles Potenzial entfalten kann, müssen Unternehmen die Dateninfrastruktur schaffen und gezielt in KI sowie die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden investieren – sonst bleibt es bei Einzelprojekten ohne messbaren Effekt.“
Stabile Budgets, veränderte Prioritäten und Kostendruck
Das sind weitere zentrale Erkenntnisse der Untersuchung:
- Marketingbudgets stabil, Prioritäten verschieben sich:
Die Marketingbudgets bleiben mit durchschnittlich 4,1 Prozent des Umsatzes auf stabilem Niveau. Der Wandel des Marketings vollzieht sich weniger über steigende Budgetquoten als über Effizienzgewinne, Automatisierung und datengetriebene Skalierung.
- Wachstum und Beziehungspflege prägen das Zielsystem:
Marketing fokussiert sich klar auf geschäftsrelevante Ziele. So stehen für die große Mehrheit der Unternehmen Neukundengewinnung (91 Prozent), Kundenbindung (89 Prozent) und der Aufbau von Vertrauen (87 Prozent) im Mittelpunkt.
- Digitale und datengetriebene Maßnahmen dominieren den Marketingalltag:
CRM-Marketing (72 Prozent), Social-Media-Marketing (62 Prozent) und Event-Marketing (60 Prozent) sind die am häufigsten eingesetzten Instrumente. Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Verschiebung hin zu integrierten, datengetriebenen Ansätzen, während Event-Marketing weiterhin den größten Budgetanteil bindet.
- Automatisierung und KI gewinnen deutlich an Bedeutung:
76 Prozent der Befragten erwarten, dass Marketing-Automation wichtiger wird. Gleichzeitig sehen 35 Prozent eine fehlende KI-Strategie und 34 Prozent eine mangelhafte Integration von KI als interne Herausforderung.
- Kostendruck und Ressourcenengpässe belasten Marketingorganisationen:
Je 54 Prozent der Befragten nennen Kostendruck und die Automatisierung von Marketingprozessen als größte interne Herausforderungen. 43 Prozent sehen steigenden Ressourcenbedarf für Content-Erstellung, 38 Prozent für Social Media.
- Regulierung und Datenschutz als ambivalente Rahmenbedingungen:
54 Prozent der Befragten sehen Datenschutzanforderungen und Regulierung als größte externe Herausforderung. Gleichzeitig bewerten 64 Prozent Datenschutz als Beitrag zur Stärkung des Markenvertrauens.





