Berliner Firma EightSix will Musikentscheidungen im Marketing messbar machen

Musik ist im Marketing oft Bauchgefühl statt belastbare Entscheidung. EightSix will das mit einer neuen Plattform ändern.
Gründer des Berliner Unternehmens EightSix - ehemals 86 Tales. (© EightSix)

Das Berliner Unternehmen EightSix bringt mit Brand Studio eine Plattform auf den Markt, die Musikentscheidungen im Marketing systematischer machen soll. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, will das Unternehmen damit eine Lücke schließen. Denn während Mediaeinkauf und Performance Marketing längst datengetrieben gesteuert werden, bliebe Musik oft erstaunlich unstrukturiert, betont das Unternehmen.

Entscheidungen entstünden häufig auf Grundlage von Geschmack, Agenturvorschlägen oder interner Abstimmung. Hier will EightSix ansetzen und den gesamten Prozess digital abbilden, von der Auswahl über die Bewertung bis zur Lizenzierung und Nutzung über verschiedene Kanäle hinweg.

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Im Kern der Plattform steht ein Framework namens mDNA™. Es soll die Musikstrategie einer Marke anhand von Kriterien wie Genre, Emotion, Tempo oder kultureller Einordnung erfassen und daraus ableiten, welche Musik passt und welche nicht. Ergänzt wird das System durch Funktionen für Musiksuche, Synchronisation mit Bewegtbild, datenbasierte Künstlerauswahl und Consumer Testing.

“Jede Marke behauptet, Musik treibe Emotion. Keine kann belegen, welche Musik Umsatz treibt. Damit ist jetzt Schluss. Brand Studio macht jede Musikentscheidung so verteidigbar wie den Mediaeinkauf“, wird Gordian Gleiß, Co Founder, EightSix, wird in einer entsprechenden Pressemitteilung zitiert.

Nach Unternehmensangaben nutzen mit Otto und Siemens Home Application bereits erste deutsche Marken die Plattform bereits für Kampagnen und strategische Planung. Zielgruppe sind große Markenteams, Agenturen und Einkaufsabteilungen.

(amx, Jahrgang 1989) ist seit Juli 2025 Chefredakteur der absatzwirtschaft. Er ist weder Native noch Immigrant, doch auf jeden Fall Digital. Der Wahlberliner mit einem Faible für Nischenthemen verfügt über ein breites Interessenspektrum, was sich bei ihm auch beruflich niederschlägt: So hat er bereits beim Playboy, in der Agentur C3 sowie beim Branchendienst Meedia gearbeitet.