Die neue TV-Kampagne „Safe“ von WISO Steuer kommt ohne klassischen Filmdreh aus. Stattdessen setzten die Beteiligten auf eine vollständig digitale, KI-basierte Produktion. Wie die Agentur C3, Produzentin der Kampagne, mitteilt, verursachte die Herstellung des Spots rund 100 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Zum Vergleich: Für herkömmliche Realfilm-Produktionen soll der Durchschnittswert bei etwa 9,2 Tonnen CO₂-Äquivalenten liegen, betont C3. Die Reduktion liege damit bei 98,8 Prozent.
Produziert wurde der Spot gemeinsam mit dem Berliner AI-Studio Tektite. Gedreht wurde nicht vor Ort, sondern komplett digital. Reisen, Setbauten, Materialtransporte und energieintensive Beleuchtung entfielen. Die CO₂-Bilanz wurde laut Pressemitteilung unabhängig von der „grünen“ Unternehmensberatung Shifter Consulting erhoben und dokumentiert.
92 KI-Produktionen für eine Realfilm-Produktion
Den größten Anteil an den Emissionen hatte demnach die Rechenleistung. Rund 73 Prozent der insgesamt 100 Kilogramm CO₂-Äquivalente seien durch AI-Rendering und Postproduktion entstanden. Weitere 13 Prozent entfielen auf Reisen, Büroinfrastruktur und die im Büro genutzte Hardware.
Rechnerisch lasse sich daraus ein direkter Vergleich ableiten: Erst nach 92 KI-basierten Produktionen auf diesem Niveau werde der CO₂-Ausstoß erreicht, den eine einzelne konventionelle Realfilm-Produktion verursache, heißt es in der Mitteilung.
Tektite setzte bei der Umsetzung auf eine Kombination aus lokalen Workstations und Cloud-Rendering. Die lokalen Systeme seien mit 100 Prozent Ökostrom betrieben worden. Die Produktionszeit betrug laut Angaben drei Wochen, gerechnet vom freigegebenen Skript bis zur finalen Auslieferung.
