WISO Steuer: Neuer KI-TV-Spot senkt CO₂-Ausstoß um 98,8 Prozent

Ohne Drehtag, Set und Team vor Ort: Die neue WISO-Steuer-Kampagne „Safe“ wurde vollständig digital produziert. Eine unabhängige CO₂-Bilanz zeigt deutliche Einsparungen gegenüber klassischen Werbefilmen.
Klimafreundlich: Die Agentur C3 hat für WISO einen reinen KI-Werbespot produziert.
Klimafreundlich: Die Agentur C3 hat für WISO einen reinen KI-Werbespot produziert. (© WISO)

Die neue TV-Kampagne „Safe“ von WISO Steuer kommt ohne klassischen Filmdreh aus. Stattdessen setzten die Beteiligten auf eine vollständig digitale, KI-basierte Produktion. Wie die Agentur C3, Produzentin der Kampagne, mitteilt, verursachte die Herstellung des Spots rund 100 Kilogramm CO₂-Äquivalente. Zum Vergleich: Für herkömmliche Realfilm-Produktionen soll der Durchschnittswert bei etwa 9,2 Tonnen CO₂-Äquivalenten liegen, betont C3. Die Reduktion liege damit bei 98,8 Prozent.

Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

Produziert wurde der Spot gemeinsam mit dem Berliner AI-Studio Tektite. Gedreht wurde nicht vor Ort, sondern komplett digital. Reisen, Setbauten, Materialtransporte und energieintensive Beleuchtung entfielen. Die CO₂-Bilanz wurde laut Pressemitteilung unabhängig von der „grünen“ Unternehmensberatung Shifter Consulting erhoben und dokumentiert.

92 KI-Produktionen für eine Realfilm-Produktion

Den größten Anteil an den Emissionen hatte demnach die Rechenleistung. Rund 73 Prozent der insgesamt 100 Kilogramm CO₂-Äquivalente seien durch AI-Rendering und Postproduktion entstanden. Weitere 13 Prozent entfielen auf Reisen, Büroinfrastruktur und die im Büro genutzte Hardware.

Rechnerisch lasse sich daraus ein direkter Vergleich ableiten: Erst nach 92 KI-basierten Produktionen auf diesem Niveau werde der CO₂-Ausstoß erreicht, den eine einzelne konventionelle Realfilm-Produktion verursache, heißt es in der Mitteilung.

Tektite setzte bei der Umsetzung auf eine Kombination aus lokalen Workstations und Cloud-Rendering. Die lokalen Systeme seien mit 100 Prozent Ökostrom betrieben worden. Die Produktionszeit betrug laut Angaben drei Wochen, gerechnet vom freigegebenen Skript bis zur finalen Auslieferung.

(amx, Jahrgang 1989) ist seit Juli 2025 Chefredakteur der absatzwirtschaft. Er ist weder Native noch Immigrant, doch auf jeden Fall Digital. Der Wahlberliner mit einem Faible für Nischenthemen verfügt über ein breites Interessenspektrum, was sich bei ihm auch beruflich niederschlägt: So hat er bereits beim Playboy, in der Agentur C3 sowie beim Branchendienst Meedia gearbeitet.