AOK vergibt Mediaetat an OMD Düsseldorf – Krankenkasse setzt auf „Attention“ in der Mediaplanung

Der AOK-Bundesverband und mehrere regionale Kassen übertragen ihren Mediaetat an OMD Düsseldorf. Die Agentur soll die Markenrelevanz der Gesundheitskasse in einem umkämpften Markt stärken.
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René Coiffard, Geschäftsführer von OMD Germany, darf sich über den gewonnenen Etat freuen. (© OMD Germany)

Die AOK stellt ihre Mediaagentur neu auf. In einem mehrstufigen Pitch hat OMD Düsseldorf den Zuschlag für den Mediaetat des AOK-Bundesverbands sowie der AOK Bremen/Bremerhaven, AOK Niedersachsen, AOK NordWest und AOK PLUS erhalten. Der Etat umfasst nationale wie regionale Kommunikationsmaßnahmen.

Ziel sei es, die Markenrelevanz der AOK in einer zunehmend komplexen Gesundheitslandschaft auszubauen, heißt es in einer Pressemitteilung. Außerdem wolle man das Vertrauen der Menschen in die Gesundheitskasse sowie in ihre Nähe zu den Versicherten stärken. Es heißt weiter, dass die Zusammenarbeit am 1. Dezember 2025 starten soll.

Technologieplattform der Omnicom Gruppe im Fokus

Zur Strategie von OMD gehört demnach der Einsatz eines Attention-basierten Kommunikationsansatzes, der Effizienz, maximale Wirkung und emotionale Relevanz vereinen soll. Erst kürzlich hatte OMD Germany eine Zusammenarbeit mit dem auf Werbewirkungsforschung spezialisierten Institut Eye Square bekannt gegeben, um „Aufmerksamkeit“ („Attention“) als zentrale Währung in der Mediaplanung zu etablieren.

Ein weiteres Kernstück bildet laut Mitteilung Omni, die offene Marketing-Technologieplattform der Omnicom Media Group. Sie soll datengetriebene Planung, kanalübergreifende Transparenz und eine effiziente Steuerung ermöglichen. Auf Basis dieses Set-ups will OMD die Markenbekanntheit der AOK sichern, ihre Relevanz im Entscheidungsprozess potenzieller Versicherter gegenüber dem Wettbewerb stärken und letztlich Neukundinnen und Neukunden für die AOK gewinnen.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der AOK und die Chance, eine der stärksten Marken im Gesundheitswesen zukünftig kommunikativ zu begleiten“, wird René Coiffard zitiert, CEO OMD Germany. „Mit unserem Attention-Ansatz schaffen wir einen Perspektivwechsel, der über klassische Funnel-KPIs hinaus Glaubwürdigkeit und emotionale Relevanz in den Mittelpunkt rückt.“

Auch auf Seiten der AOK wird der Schritt als strategischer Schulterschluss verstanden. Felix Kellndorfer, Geschäftsführer Markt/Produkte im AOK-Bundesverband, erklärt: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit der OMD Düsseldorf. Die OMD hat uns im Vergabeverfahren mit ihrem sehr guten Verständnis unserer individuellen regionalen und bundesweiten Anforderungen überzeugt.“

OMD wiederum gehört zu den großen Mediaagenturen in Deutschland und entwickelt für mehr als 160 Unternehmen Marketing- und Kommunikationslösungen. Es arbeiten über 1.100 Mitarbeitende an den Standorten Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin. Die Agenturgruppe ist Teil von OMD Worldwide, das nach Angaben von RECMA als leistungsstärkstes Mediaagenturnetzwerk weltweit gilt.

(amx, Jahrgang 1989) ist seit Juli 2025 Chefredakteur der absatzwirtschaft. Er ist weder Native noch Immigrant, doch auf jeden Fall Digital. Der Wahlberliner mit einem Faible für Nischenthemen verfügt über ein breites Interessenspektrum, was sich bei ihm auch beruflich niederschlägt: So hat er bereits beim Playboy, in der Agentur C3 sowie beim Branchendienst Meedia gearbeitet.