Seit 2008 sensibilisiert die Kampagne „Runter vom Gas“ für die vielfältigen Ursachen schwerer Verkehrsunfälle und wirbt für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr. Mit einer nun gestarteten Mitmach-Offensive öffnet sie sich erstmals als gemeinschaftliches Projekt, das von Scholz&Friends verantwortet wurde.
Mit dem neuen Beteiligungsformat wollen das Bundesministerium für Verkehr (BMV) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) den Blick der Bevölkerung stärker in ihre Präventionsarbeit einbeziehen. Die Umfrage macht die wichtigsten Unfallursachen auf Autobahnen zum Thema – darunter unangepasste Geschwindigkeit, Ablenkung, fehlender Abstand sowie Alkohol- und Drogeneinfluss. Die zentrale Frage lautet: Was wollten Sie anderen Verkehrsteilnehmenden schon immer einmal sagen – und zwar direkt dort, wo es wirkt: auf den Plakaten an der Autobahn?







Im nächsten Schritt sollen die gesammelten Botschaften ausgewertet und anschließend als Grundlage für die Gestaltung neuer Plakatentwürfe dienen. In einer zweiten Online-Abstimmung können Bürgerinnen und Bürger dann über die finalen Motive entscheiden, die ab Frühjahr 2026 auf rund 700 Flächen entlang der Autobahnen zu sehen sein werden. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) unterstützt die abschließende Plakatierung erneut finanziell.
Runter vom Gas: Geschwindigkeit ist die Haupt-Unfallursache
Ein Blick in die Unfallstatistik zeigt, warum die Initiatoren auf neue Wege setzen: 2024 verunglückten laut Statistischem Bundesamt 31.310 Menschen auf deutschen Autobahnen. Die häufigsten Ursachen für Unfälle mit Personenschäden bleiben zu hohe oder falsch angepasste Geschwindigkeit sowie mangelnder Sicherheitsabstand.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) betont die Signalwirkung der Öffnung der Kampagne: „Mit unserer Verkehrssicherheitskampagne machen wir auf die Risiken im Straßenverkehr aufmerksam. Mit der neuen Aktion schaffen wir ein Novum in der Verkehrssicherheitskommunikation und zeigen erstmals auf Plakaten Motive, für die Bürgerinnen und Bürger votieren können – und das direkt auf 700 Flächen in ganz Deutschland.“

