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Vater an Sohn: Simba Dickie vollzieht Generationswechsel

Florian Sieber tritt die Nachfolge seines Vaters Michael Sieber an. © Simba Dickie

Das gelingt längst nicht jedem Familienunternehmen: Die Fürther Simba-Dickie-Gruppe bekommt einen neuen Vorstandschef, und zwar den, der bereits vor drei Jahren dafür auserkoren wurde. Florian Sieber (36) übernimmt den Chefposten von seinem Vater Michael Sieber. Der Senior bleibt als Gesellschafter an Bord.

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Simba Dickie bekommt einen neuen Chef: Florian Sieber übernimmt zum 1. Mai die alleinige Führung des Spielwarenherstellers aus dem fränkischen Fürth. Der 36-Jährige folgt auf seinen Vater, Unternehmensgründer Michael Sieber (65), der sich aus dem operativen Geschäft zurückzieht, aber weiterhin als Gesellschafter mit seiner Erfahrung im Familienunternehmen einbringen wird.

Sieber Senior hatte das Unternehmen 1982 als Simba Toys zusammen mit seinem Vater Fritz gegründet.

Dritte Generation übernimmt Verantwortung

Den Übergang der operativen Verantwortung pünktlich zum 39. Jahrestag der Firmengründung – damals war der neue Chef noch nicht auf der Welt – beschreibt das Unternehmen in einer Mitteilung vom Freitag wie folgt: “Ein fließender Generationswechsel kann nur gelingen, wenn zum richtigen Zeitpunkt das Steuer übergeben wird. So haben wir die Weichen rechtzeitig gestellt und einen Wechsel vorbereitet.”

Bereits 2018 wurde Florian designierter Nachfolger und Co-CEO von Michael Sieber. Er ist nicht der einzige Vertreter der dritten Generation im Familienunternehmen: Auch seine beiden Cousins Maximilian und Felix Stork sind in verantwortungsvollen Positionen bei Simba Dickie tätig. Das Bord der Firmengruppe besteht künftig aus Florian Sieber, Manfred Duschl (CFO) und Uwe Weiler (COO).

Markensammler aus Mittelfranken

Die Simba-Dickie-Gruppe ist neben Playmobil und Ravensburger einer der drei größten deutschen Spielwarenhersteller. Das Unternehmen beschäftigt rund 3000 Mitarbeiter an 30 Standorten und acht Produktionsstätten. Der Umsatz ist im Corona-Jahr 2020 um 1,8 Prozent auf rund 715 Millionen Euro gestiegen. Zur Gruppe gehören neben den Kernmarken Simba und Dickie auch mehr als ein Dutzend weitere Marken wie Big (Bobbycar), Schuco, Eichhorn, Smoby und Noris.

Im Jahr 2013 hatten Vater und Sohn Sieber zudem den zuvor insolventen Modelleisenbahnhersteller Märkling gekauft und unter Führung von Florian Sieber wieder in die Spur gebracht. Für den damals gerade 28-jährigen Betriebswirt war es die erste große Herausforderung nach dem Masterstudium in Spanien und Frankreich sowie ersten beruflichen Schritten im Familienunternehmen und beim italienischen Spielwarenhersteller Androni Giocattoli.

absatzwirtschaft+

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