Pets-Nature-Marketingchef setzt auf Werte, Teamgeist und klare Markenarchitektur 

Seit Anfang November ist Daniel Hopkins Head of Marketing bei Pets Nature. Im Interview spricht er über seine eigene Orientierungsphase und sein Leitmotiv, als „bester Kellner der Stadt“ zu agieren.
„Dieses Unternehmen hat das Potenzial, meine berufliche Heimat bis zur Altersruhe zu werden“, sagt Daniel Hopkins über seine neue berufliche Heimat, den Anbieter für Heimtiernahrung Pets Nature. 
„Dieses Unternehmen hat das Potenzial, meine berufliche Heimat bis zur Altersruhe zu werden“, sagt Daniel Hopkins über seinen Arbeitgeber, den Anbieter für Heimtiernahrung Pets Nature.  (© Michael Stange, Montage: Wolfram Esser)

Herr Hopkins, bitte fassen Sie Ihre ersten 99 Tage als Head of Marketing bei Pets Nature in einem Satz zusammen. 

Ein intensives Onboarding, viel Gestaltungsspielraum und ein starkes Team über alle Unternehmensbereiche hinweg haben mir gezeigt, welche spannenden Herausforderungen, welches Potenzial und welche Zukunft in diesem Unternehmen stecken. 

Welchen Eindruck haben Sie in den ersten Wochen im Unternehmen gewonnen?  

Pets Nature verfügt über wirklich starke Marken, hohe fachliche Kompetenz und spürbar viel Herzblut. Es gibt keine verkrusteten Strukturen, Kommunikation und Zusammenarbeit finden auf Augenhöhe statt, das ist gelebte Hands-on-Mentalität. Ohne pathetisch sein zu wollen: Dieses Unternehmen hat das Potenzial, meine berufliche Heimat bis zur Altersruhe zu werden. 

Was hat Sie am meisten überrascht? 

Ich denke, viele Menschen kennen es: Man tritt eine neue Führungsaufgabe mit klaren Vorstellungen an, geprägt von Erfahrung und Überzeugungen. Die Realität fordert dann aber doch oft mehr Offenheit als Planung. Genau darin liegt die Herausforderung: sich selbst zu reflektieren, sich weiterzuentwickeln, Haltung zu zeigen und die eigene Rolle bewusst neu zu definieren. 

Mit welcher Hürde hatten Sie so nicht gerechnet? 

Unser Marketingteam umfasst 16 Personen und deckt alle Marketing- und Kommunikationsdisziplinen inhouse ab. Für mich ist es das erste Mal, mit mehr als fünf Direct Reports zu arbeiten. Unterschiedliche Erwartungen gehören dazu, und nicht jede Entscheidung kann alle Wünsche erfüllen. Die Hürde beziehungsweise Herausforderung liegt darin, Enttäuschungen zu minimieren und zugleich transparent zu kommunizieren, dass man es nicht immer allen recht machen kann. 

Wie unterscheidet sich die Unternehmenskultur bei Pets Nature von der an Ihren früheren Wirkungsstätten? 

Pets Nature ist eindeutig stärker werte- und sinngetrieben als meine bisherigen Arbeitsstationen. Hierarchiestufen beschreiben den Verantwortungsgrad, bestimmen aber nicht den Umgang miteinander. Hier herrscht tatsächlich Kommunikation auf Augenhöhe, und es wird eine gesunde Lernkultur gelebt. Angetrieben durch eine empathisch agierende Geschäftsführung, die zukunftsorientiert denkt, Eigenverantwortung anleitet und zu mutigen Entscheidungen anspornt.  

Was waren Ihre ersten Veränderungsmaßnahmen? 

Ehrlich gesagt, befinde ich mich noch immer in einer Orientierungsphase. Meine Erfahrung zeigt, dass nachhaltige Optimierungen und ein effizienter Veränderungsprozess nur dann gelingen, wenn man den Unternehmenskosmos in seiner Gesamtheit verstanden hat. Bei Pets Nature bin ich schließlich nicht auf der grünen Wiese gestartet, sondern in bestehende Strukturen eingetreten. Umso wichtiger ist es, mich intensiv mit den vorhandenen Prozessen und den beteiligten Menschen auseinanderzusetzen und dabei zu beobachten, zuzuhören und Zusammenhänge zu erfassen. 

Welche weiteren Pläne haben Sie für das Unternehmen? 

Im Mittelpunkt stehen eine klar profilierte Markenarchitektur, Kundenerlebnisse, die Maßstäbe setzen, und Marketingentscheidungen, die fundierte Daten mit kreativer Exzellenz verbinden. Darüber hinaus möchte ich eine Kommunikation etablieren, die Haltung zeigt und Orientierung gibt. Intern wie extern soll dabei mein Leitmotiv – als „bester Kellner der Stadt“ zu agieren – zu einem festen Bestandteil unserer Dienstleistermentalität und gelebten Unternehmenskultur werden.  

Was waren auf diesem Weg die ersten konkreten Schritte? 

Analyse aller Marken- und Kommunikationskanäle, intensive Gespräche mit Teams und Schnittstellen, Definition klarer Zielbilder sowie die erste aktive Einbindung in laufende Projekte, um einen ungetrübten Blick auf Potenziale und Möglichkeiten zu erhalten, die eine entsprechende Umsetzung der Pläne womöglich begünstigen. 

Wenn Sie sich etwas wünschen könnten: Was soll man einmal über die Kombination Daniel Hopkins und Pets Nature sagen? 

„Der Hopkins? War das nicht der kreative Pragmatiker, der nebenbei auch den Weltfrieden hätte regeln können?“ Spaß beiseite. Vor allem soll man sagen: „Er hatte viele sehr gute Ideen. Und Pets Nature war das Unternehmen, das ihm den Mut, den Raum und das Vertrauen gegeben hat, diese Ideen in eine starke, vor allem aber nachhaltige Marken- und Unternehmensentwicklung einzubringen.“ 

Dieses Interview wurde schriftlich geführt. 

Anna Lena Hartmann (alh, Jahrgang 1997) ist seit August 2023 Werkstudentin bei der absatzwirtschaft. Im grünen Herzen Deutschlands aufgewachsen, lebt sie nun aufgrund ihres Germanistikstudiums in Leipzig. Zuvor verbrachte sie einige Jahre an der juristischen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Ihr breites Wissens- und Interessenspektrum betrifft Themen wie Sport, Wirtschaft und Gesundheit.