Marketing-Fachkräfte ohne Personalverantwortung verdienen in Deutschland durchschnittlich 48.700 Euro brutto im Jahr und liegen damit leicht über dem bundesdeutschen Durchschnittsverdienst von 46.300 Euro. Das ist eines der Ergebnisse des “Marketing-Gehaltsreport 2025” der Personalberatung Hays. Die Ergebnisse liegen der absatzwirtschaft vorab vor.
Die Einkommen variieren je nach Tätigkeitsfeld deutlich: Die Bestverdienenden sind die Fachkräfte im Produktmarketing mit einem Durchschnittseinkommen von 58.300 Euro, im Brand Management mit 55.100 Euro sowie im Bereich Kommunikation und PR mit 52.600 Euro. Am niedrigsten sind die Durchschnittsgehälter in den Bereichen Social-Media-Marketing (47.500 Euro), Event-Management (46.100 Euro) und Grafik/Video/Design (43.300 Euro).
Studienabschluss lässt Verdienst deutlich steigen
Generell gilt im Marketing wie in anderen Berufen: Wer ein Studium vorweisen kann, wird besser entlohnt: Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung erhalten im Schnitt 46.100 Euro. Mit Bachelor-Abschluss steigt das Gehalt um 27 Prozent auf 58.500 Euro. Mit dem Master oder vergleichbarem Abschluss erhöht sich das Durchschnittseinkommen auf 62.300 Euro.
Die höchsten Einkommen mit Blick auf die Branche erzielen Marketing-Fachkräfte bei Energieerzeugern (74.400 Euro), in der Elektronik- und Elektrotechnikbranche (69.500 Euro) sowie in der Konsumgüterindustrie (65.000 Euro). Die niedrigsten Gehälter werden im Baugewerbe (46.600 Euro) in (Marketing-)Agenturen (45.900) und im Hotel- und Gaststättensektor (41.900) gezahlt.
Führungskräfte in der Industrie verdienen am besten
Das Einkommen von Teamleitenden liegt bei durchschnittlich 69.600 Euro, das von Abteilungsleitenden bei 87.600 Euro und das von Bereichsleitenden bei 111.800 Euro.
Die Industrie zahlt die höchsten Gehälter an ihre Führungskräfte im Marketing (97.900 Euro). Es folgt der Dienstleistungssektor mit 83.500 Euro. Im Öffentlichen Dienst liegt das Durchschnittsgehalt bei 74.600 Euro.
Hohe Wechselbereitschaft bei Gering- und Bestverdienern
Sehr zufrieden oder zufrieden mit dem eigenen Gehalt ist lediglich ein Drittel der befragten Marketing-Fachkräfte. Insgesamt sind diejenigen, die am wenigsten verdienen, auch am unzufriedensten mit dem Gehalt und am ehesten bereit für einen Jobwechsel. Eine Ausnahme bildet das Event-Management, wo trotz niedrigen Gehalts die höchste Zufriedenheit mit der Bezahlung herrscht.
Im Gegensatz dazu ist die Wechselbereitschaft bei Beschäftigten im Produktmarketing – trotz eines vergleichsweise hohen Durchschnittsgehalts – hoch: Hier sind zwei Drittel der Befragten aufgrund ihres als zu niedrig empfundenen Gehalts bereit, den Arbeitgeber zu wechseln. Mit 80 Prozent noch höher ist die Wechselbereitschaft trotz ihres sechsstelligen Jahresverdienstes bei Bereichsleitenden.
Homeoffice wichtigste Zusatzleistung für Beschäftigte
Was ist den Mitarbeitenden neben ihrem Bruttoverdienst noch wichtig? 97 Prozent aller Unternehmen bieten ihren Marketing-Mitarbeitenden freiwillige betriebliche Zusatzleistungen an. Am stärksten von den Mitarbeitenden gewünschte ist mobiles Arbeiten beziehungsweise Homeoffice, gefolgt von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie betrieblicher Altersvorsorge.
Ein genauerer Blick auf das Thema Homeoffice belegt dessen ungebrochen hohe Bedeutung. Mehr als 80 Prozent der Marketing-Fachleute haben die Möglichkeit dazu. Am weitesten verbreitet ist es, zwischen einem und drei Tagen pro Woche mobil zu arbeiten. Führungskräfte bekommen die Option öfter als Beschäftigte ohne Personalverantwortung.
Weihnachts- und Urlaubsgeld vs. Dienstwagen
Die gewährten Zusatzleistungen unterscheiden sich generell je nach der Hierarchieebene. Weihnachts- und Urlaubsgeld etwa spielt in den unteren Ebenen eine größere Rolle als in den Führungsetagen. Umgekehrt haben Befragte in höheren Positionen häufiger Anspruch auf einen Dienstwagen. In manchen Fällen unterscheiden sich Wunsch und Wirklichkeit allerdings deutlich: Während etwa 24 Prozent der Befragten gern ein zusätzliches Monatsgehalt hätten, zahlen dies nur 6 Prozent der Unternehmen.
Dennoch sehen die Studienmacher einen gewissen Spielraum für Beschäftigte. „Wir sehen, dass Unternehmen auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten bereit sind, mit erfahrenen Marketingprofis über Zusatzleistungen und Gehaltsanpassungen zu sprechen“, so Fabian Bäcker, Senior Abteilungsleiter bei Hays.
Für den aktuellen „Marketing-Gehaltsreport 2025“ der Personalberatung Hays wurden rund 3000 Fach- und Führungskräfte in unterschiedlichen Marketingjobs im vierten Quartal 2024 online befragt.
