Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein gemischtes Bild. Wie aus einer Mitteilung des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen (NIM) hervorgeht, gewinnt der Konsumklima-Index zum Jahresende etwas an Boden. Der Bericht basiert auf den aktuellen Ergebnissen des GfK Konsumklimas.
Der Konsumklima-Index steigt im Dezember 2025 um 0,9 Punkte auf –23,2 Punkte. Der leichte Anstieg geht vor allem auf die höhere Anschaffungsneigung zurück. Sie legt um 3,3 Zähler auf –6,0 Punkte zu. Auch die Sparneigung sinkt weiter. Sie fällt um 2,1 Punkte auf 13,7 Punkte.
| Indikator | November 2025 | Oktober 2025 | November 2024 |
|---|---|---|---|
| Konjunkturerwartung | -1,1 | 0,8 | -3,6 |
| Einkommenserwartung | -0,1 | 2,3 | -3,5 |
| Anschaffungsneigung | -6,0 | -9,3 | -6,0 |
| Sparneigung | 13,7 | 15,8 | 11,9 |
| Konsumklima | -23,2 | -24,1 | -18,4 |
Konsumklima: stabiles Weihnachtsgeschäft zu erwarten
Anders sieht es bei den Aussichten für Einkommen und Konjunktur aus. Die Einkommenserwartungen sinken erneut. Der Rückgang fällt jedoch deutlich geringer aus als im Oktober. Der Indikator liegt nun bei –0,1 Punkten. Die Konjunkturerwartungen verlieren 1,9 Zähler und stehen bei –1,1 Punkten. Die Verbraucher rechnen damit weiterhin nicht mit einer spürbaren wirtschaftlichen Erholung.
Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM, bewertet die Entwicklung so: „Mit der Stabilisierung liegt das Konsumklima aktuell fast exakt auf Vorjahresniveau. Dies ist auch für den Einzelhandel mit Blick auf das Jahresendgeschäft eine gute Nachricht: Die Daten deuten auf ein stabiles Weihnachtsgeschäft hin. Denn die Verbraucher sind in einer vergleichbaren Konsumlaune wie im letzten Jahr.“ Zugleich dämpft er die Erwartungen: „Das zeigt auf der einen Seite eine gewisse Stabilität bei der Konsumstimmung, andererseits aber auch, dass die Konsumenten kurzfristig keine durchgreifende Erholung erwarten.“
Die Daten beruhen auf rund 2.000 Interviews, die vom 30. Oktober bis 10. November 2025 im Auftrag der EU-Kommission geführt wurden. Die Tabelle auf Seite 2 unterstreicht das Bild: Alle zentralen Indikatoren bleiben im negativen Bereich. Die einzige Ausnahme ist die Sparneigung. Für ein nachhaltigeres Stimmungsplus braucht es also mehr als saisonale Kaufbereitschaft.
