Nachdem die Bundestagswahlkampagne von Jung von Matt für die Grünen nicht den erhofften Rückenwind gebracht hat, starten Partei und Agentur einen neuen Versuch – diesmal auf kommunaler Ebene (Wahltag ist der 14. September). Die Hamburger Kreativagentur verantwortet die Wahlkampagne für Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen.










„Macht für das Morgen“ lautet der neue Claim, der bewusst doppeldeutig gewählt wurde, zwischen politischem Gestaltungsanspruch und demokratischer Beteiligung. Die Kampagne will nicht abstrakt bleiben, sondern nahbar kommunizieren, was Veränderung im Alltag bedeuten kann, heißt es in einer Pressemitteilung. Ob das gelingt, wird sich zeigen: Gerade auf kommunaler Ebene treffen politische Ambitionen oft auf ganz konkrete Lebensrealitäten.
Neue Grünen-Kampagne von JvM will Nähe schaffen und mobilisieren
Inhaltlich setzt die Kampagne auf zehn Motive, die zentrale Themen wie Klima, Energie, Verkehr oder Digitalisierung ansprechen. Visuell dominiert eine reduzierte Gestaltung mit plakativen Icons und klaren Botschaften. Auffällig ist die starke Fokussierung auf Social Media. Anders als klassische Plakatwellen will die Kampagne dort sichtbar sein, wo heute Meinung gebildet wird – auf TikTok, Instagram und Co.
Peter Ströh, Geschäftsführer von Jung von Matt Hamburg, betont die Verantwortung politischer Kommunikation: „Wir freuen uns sehr, unsere Kreativität auch für die Grünen NRW unter Beweis stellen zu dürfen.“ Melis Adigüzel-Tripp, Executive Creative Director, verweist auf die persönliche Relevanz: „Für mich persönlich ist diese Kampagne mehr als ein Auftrag. Es geht um meine Heimat NRW und um die Frage, wie wir sie gemeinsam zukunftsfähig machen.“
Für Jung von Matt ist das Projekt ein weiterer Schritt im Ausbau ihrer Public-Brand-Kompetenz. Für die Grünen dürfte es ein Lackmustest sein: Ob die strategische Neuausrichtung – weg von Großversprechen, hin zu konkreter Beteiligung – in der Breite verfängt, entscheidet sich nicht zuletzt auf kommunaler Ebene. Die Kampagne wird ab August sichtbar – auf Plakatflächen, in sozialen Medien und in Print.
