Frau Treiber-Ruckenbrod, bitte fassen Sie Ihre ersten 99 Tage als CMO von Mini in einem Satz zusammen.
Ich hatte einen rasanten Start und bin sozusagen im Boost-Modus auf der Go-Kart-Strecke eingestiegen, um es mit den Eigenschaften unserer Produkte zu beschreiben.
In welcher Phase befand sich die Marke bei Ihrem Einstieg?
Mini hat im letzten Jahr die gesamte Produktpalette erneuert und zusätzlich ein ganz neues Modell, den vollelektrischen Aceman, auf den Markt gebracht. Im Moment launchen wir weltweit die Modelle unserer Performance-Submarke John Cooper Works. Es hat selten eine spannendere Zeit gegeben bei Mini.
Welchen Eindruck haben Sie in den ersten Wochen von der Marke Mini gewonnen?
Die Marke hat ein starkes Fundament, das auf Leidenschaft für die Marke, ihre Tradition, Authentizität und eine starke globale Community aufbaut. Mini zaubert den Menschen ein Lächeln ins Gesicht; das Leben sieht durch dessen Windschutzscheibe positiver aus. Das spürt man. Ich freue mich darauf, diesen Schwung mitzunehmen, um das nächste Kapitel von Wachstum und Markendifferenzierung von Mini mitzugestalten.
Was hat Sie am meisten überrascht?
Die unglaubliche Leidenschaft und das Engagement des gesamten Mini-Teams zu spüren sowie die starke Resonanz der Marke in ihrer Community sind einfach großartig. Es besteht die große Chance und das Potenzial, diese Verbindung zur Community noch weiter auszubauen.
Mit welcher Hürde hatten Sie so nicht gerechnet?
Die hohe Geschwindigkeit der Veränderung des Marktumfeldes und der Gesellschaft ist derzeit eine spannende Herausforderung. Es gilt hier, flexibel zu sein und unternehmerisch zu denken.
Was zeichnet die Unternehmenskultur bei Mini aus?
Es herrscht ein außergewöhnliches Maß an Zusammenarbeit und Offenheit – ein echter Sinn für Teamarbeit. Wir erreichen eine hohe Kreativität und Innovation auf allen Ebenen – sowohl global als auch in den Märkten. Und die Wege bei Mini sind kürzer. Wir sind eine kleine, aber schlagkräftige Mannschaft. Außerdem ist das Mini-Team sehr divers, wir kommen aus den verschiedensten Ländern (Unternehmenssprache ist Englisch), wir haben unterschiedliche Hintergründe, das bereichert uns. Was uns eint, ist die Liebe zur Marke und der unbedingte Wille, sie zum Erfolg zu führen.
Welche weiteren Pläne haben Sie für die Marke?
Die starken Kernwerte der Marke Mini möchte ich durch Brand Storytelling unterstreichen und das Bewusstsein für unsere einzelnen Modelle – vom ikonischen Cooper, über den neuen, vielseitigen Aceman bis hin zum SUV von Mini, dem Countryman – schärfen. Die Verbindungen zu unserer weltweiten Community möchte ich zusammen mit den Märkten vertiefen, um langfristige Loyalität und Wachstum zu fördern.
Was waren auf diesem Weg Ihre ersten konkreten Schritte?
Im Moment steht die Kommunikation unserer neuen Modelle, ihrer USPs und ihrer individuellen Charaktere an vorderster Stelle. Mini steht für Individualisierung und Personalisierung, und wir rücken dies wieder in den Vordergrund unserer kommunikativen Aktivitäten. Wir stärken den hohen Wiedererkennungswert der Marke und werden mit „Only-Mini-can-do-Aktionen“ hohe Aufmerksamkeit erzielen. Darauf können unsere Kundinnen und Kunden sich jetzt schon freuen. Mini hat eine große weltweite Community, die wir weiter stärken wollen: Mini ist mehr als ein Auto.
Dieses Interview wurde schriftlich geführt.
