Herausragende Leistungen in der Markenarbeit und geballte Marketingkompetenz standen im Zentrum dieses Tages: Am Freitag fand die Jurysitzung des Marken-Awards 2025 in Berlin statt. Die Finalisten in den Kategorien „Markenführung“ und „Gesellschaftliches Engagement“ haben ihre Cases vorgestellt und sich nach ihren Pitches den kritischen Fragen der Jurorinnen und Juroren – die selbst größtenteils CMOs renommierter Marken sind – gestellt.
Mit dem Marken-Award zeichnen die absatzwirtschaft und der Bundesverband Marketing Clubs (BVMC) seit 2001 exzellente Leistungen in der Markenführung aus.
Finalisten des Jubiläumsjahrgangs präsentieren sich
Für einen ganzen Tag lang war die Jury in den Räumen der Agentur Zero360 unweit der Berliner Museumsinsel zusammengekommen. Dort haben sie sich die Präsentationen der Finalisten des 2025er-Jubiläumsjahrgangs angesehen, hinterfragt und bewertet.
Dabei ging es um konsistente und authentische Markenführung, Re-Positionierungen und Neukonfigurierungen von Marken, Kernzielgruppen und Streuverluste, Haltung und Handlungen. Die Jurorinnen und Juroren hatten in der ersten Runde des zweistufigen Auswahlverfahrens alle Einreichungen gesichtet und für jede der Kategorien die Kandidaten für die finale zweite Runde bestimmt, über die nun in Berlin beraten und entschieden wurde.
Lautstärke oder Budget allein nicht entscheidend
Eine Frage beschäftigte die Jury in diesem Jahr gleich in mehreren Kategorien: „Wie laut muss etwas sein, damit es auszeichnungswürdig ist? Oder sind es auch leise Initiativen, wenn sie stringent ausgeführt werden und zum Erfolg der Marke beitragen“, fragte Jurorin Sabine Zantis. In der lebhaften Debatte um die Bewertung ging es zudem darum, dass erfolgreiche Markenarbeit nicht allein eine Frage des Budgets ist. Für den Juror Jesko Perrey ist ein anderes Kriterium entscheidend: „Wie wird Marke im Unternehmen gelebt.“







Die Finalisten in den drei Kategorien
Kategorie Markenführung
Diese Kategorie zeichnet Marken mit einer hervorragenden Strategie und nachweisbarem Erfolg bei einer von ihnen definierten (Kommunikations-)Maßnahme aus.
Die Finalisten sind:
- Ikea
- LBS
- Mövenpick
Kategorie Gesellschaftliches Engagement
Für diese Kategorie können sich Marken bewerben, die sich in besonderer Weise um ein gesellschaftliches Thema verdient machen, das nicht (vorrangig oder ausschließlich) dem eigenen Erfolg dient.
Die Finalisten sind:
- Nivea
- Carl Zeiss
Kategorie Markenpersönlichkeit
Für den Marken-Award in der Kategorie Markenpersönlichkeit ist keine Bewerbung möglich. Die Jury zeichnet damit eine Person aus, die die Wahrnehmung ihrer Marke oder Organisation in der Öffentlichkeit in besonderem Maße geprägt hat.
Die Finalisten sind:
- Giuseppe Fiordispina, CMO Cupra Deutschland
- Antje von Dewitz, Geschäftsführerin Vaude
- Jürgen Klopp, Head of Global Soccer Red Bull
Das macht erfolgreiche Markenarbeit für die Jury aus
Jede Jurorin und jeder Juror hat seine ganz eigene Erfolgsformel für Marken: „Die Zukunft gehört Marken, die Purpose und Performance radikal verbinden – gerade dort, wo Wandel am schwersten scheint“, sagt Sven Stocker, Global Head Brand & Integrated Communications bei Covestro. Michaela Holzäpfel, Marketingleiterin bei Ritter Sport, ist überzeugt: „Starke Marken geben Orientierung. Im besten Fall sind sie ein verlässlicher Begleiter der Menschen – gerade in bewegten Zeiten.“
Niels Klamma, Head of Marketing /CMO bei Lexus Deutschland, meint: „Stop selling products, start selling (human) emotions – dieser Satz ist im digitalen, KI-getriebenen Marketingzeitalter das, was uns an Marken begeistert.“ Der Jury-Co-Vorsitzende Claudio Montanini braucht nur vier Worte: „Vielfältig aktive Marken punkten.“
Die Marken-Award-Verleihung
Welche Marken und Markenpersönlichkeiten die Jury am meisten überzeugt haben, wird noch nicht verraten. Wir stellen die acht Finalisten in den kommenden Wochen auf absatzwirtschaft.de vor.
Die Gewinner und Gewinnerinnen in allen drei Kategorien werden im Rahmen der Verleihung des Marken-Awards am 24. Juni in Düsseldorf prämiert und gefeiert. In der Townhall der Handelsblatt Media Group startet das Live-Event rund um die Preisverleihung bereits am Nachmittag mit parallelen Deep-Dive-Sessions.
Um den Marken-Award bewerben können sich Unternehmen aus allen Branchen sowie nicht-kommerzielle und staatliche Organisationen mit Sitz im deutschsprachigen Raum. Ebenso eingeladen sind Agenturen und Dienstleister, die im Namen und mit Zustimmung ihrer Auftraggeber einreichen.
Alle Infos zum Marken-Award erhalten Sie hier.
