Future Marketing Leaders 2025 –Folge 17: Jennifer Leuchtenberg 

Sie vereint kreative Leidenschaft, strategisches Denken und menschliche Führung. In dieser Serie stellen wir junge, vielversprechende Führungspersönlichkeiten vor. Heute: Jennifer Leuchtenberg.
Jennifer Leuchtenberg ist Head of Corporate Marketing bei WPP Media Germany.
Jennifer Leuchtenberg ist Head of Corporate Marketing bei WPP Media Germany. (© privat, Montage: absatzwirtschaft)

„Ich war schon als Kind so ein bisschen die Orga-Queen von allem“, erzählt Jennifer Leuchtenberg über ihre Anfänge. Diese frühe kreative Ader führte die heute 37-Jährige zunächst in eine Ausbildung zur Mediengestalterin Print. Doch schnell wurde ihr klar: Kreativität allein reicht nicht. „Was hängt denn dahinter? Wirtschaftlich, budgetär, KPIs, ROI – das hatte man ja dann irgendwie ganz schnell aufgeschnappt.“ 

Es folgte ein Studium im Medienmanagement, parallel dazu ein Studentenjob bei Mediacom – der Beginn einer bemerkenswerten 16-jährigen Reise durch die Agenturgruppe. Was auffällt: Leuchtenberg ist rasant aufgestiegen. Nach zwei Jahren als studentische Hilfskraft folgten Positionen, die sie kontinuierlich weiterentwickelten. Besonders der Sprung in die erste Führungsposition kam schnell – und war „so ein bisschen kaltes Wasser“. Doch hier zeigte sich ein Learning, das sie bis heute prägt: „Respekt ist okay, aber dann einfach mal machen. Wenn andere es einem zutrauen, dann sollte man sich das selber auch zutrauen.“ 

Zielgruppen: Kunden und Mitarbeitende 

Heute verantwortet Leuchtenberg als Head of Corporate Marketing bei WPP Media im Tandem mit einem Kollegen die Kommunikation für alle Agenturmarken des Netzwerks – von Essence Mediacom über Wavemaker bis Mindshare. „Unsere Botschaften müssen an Talente, Partner, Mitarbeitende und Kunden“, erklärt sie ihre Mission. Und fügt hinzu: „Man darf nie vergessen – es muss auch innen funktionieren. Die Mitarbeitenden sind genauso meine Zielgruppe wie Kunden.“ 

Besonders stolz ist sie auf Events wie NextM, das ihr Team komplett stemmt. „Wenn Menschen zusammenkommen und mit einem Lachen rausgehen, mit etwas, das sie mitgenommen haben – das sind für mich die Erfolge.“ 

Ihren Führungsstil beschreibt Leuchtenberg mit drei Worten: „Offen, ehrlich und direkt.“ Diese Klarheit zeigt sich in regelmäßigen One-on-Ones, offener Feedback-Kultur und Learning Sessions mit anderen Teams. Dabei liegt ihr besonders die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden am Herzen: „Ich konnte mich immer auf neue Perspektiven entwickeln – das möchte ich mitgeben können.“ 

Junioren beibringen, auch aus Misserfolgen zu lernen 

Eine wichtige Lektion hat sie dabei gelernt: „Es sind auch mal Dinge, die laufen nicht. Du arbeitest auch mal für die Tonne.“ Gerade Junioren müsse man beibringen, aus Misserfolgen zu lernen, statt maßlos enttäuscht zu sein. 

Jungen Menschen, die im Agenturmarketing Fuß fassen wollen, rät sie: „Sich nicht beirren lassen. Wenn du mal vor die berühmte Wand läufst – lass dich davon nicht negativ beeinflussen.“ Ihr Tipp: „Überlege für dich, warum kommen Menschen zu dir? Du weißt dann – du hast diese Expertise.“ 

Es ist diese Mischung aus kreativer Leidenschaft, strategischem Denken und menschlicher Führung, die Jennifer Leuchtenberg zu einem der Future Marketing Leaders macht. 


Lieblingsmarke?  

Another Cotton Lab 

Tollste Werbung?  

(Fast jede) Weihnachtswerbung, da diese berührt und auch mal zum Nachdenken anregt. 

Persönliches Vorbild?  

Kein spezielles, ich bin immer inspiriert worden von starken Frauen in meinem Umfeld, sei es in der Familie, im Job oder der Branche. 

Bester Rat? 

Das ist und bleibt die berühmte eine Nacht des Nochmal-Drüber-Schlafens. 

Was treibt dich an?  

Ergebnisse: Wenn beispielsweise auf unseren Events alle mit einem Lächeln heimgehen; aber auch unerwartete Ergebnisse, die zum Umdenken antreiben. 

(amx, Jahrgang 1989) ist seit Juli 2025 Chefredakteur der absatzwirtschaft. Er ist weder Native noch Immigrant, doch auf jeden Fall Digital. Der Wahlberliner mit einem Faible für Nischenthemen verfügt über ein breites Interessenspektrum, was sich bei ihm auch beruflich niederschlägt: So hat er bereits beim Playboy, in der Agentur C3 sowie beim Branchendienst Meedia gearbeitet.