Gesundheitsbewusste Konsumenten greifen immer häufiger zu alkoholfreien Getränken. Das zeigt sich nicht nur beim Bierkonsum, sondern zunehmend auch beim Wein. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurde 2024 mit 579 Millionen Litern fast doppelt so viel alkoholfreies Bier produziert wie noch zehn Jahre zuvor. Auch Mischgetränke mit reduziertem Alkoholgehalt wie Radler verzeichneten ein leichtes Plus. Derweil sinkt die Produktion von alkoholhaltigem Bier weiter – allein seit 2014 um 14 Prozent.
Parallel dazu wächst das Interesse an alkoholfreiem Wein. Laut einer aktuellen Studie ist die bundesweite Nachfrage innerhalb eines Jahres um satte 86 Prozent gestiegen. Besonders im Süden, in Südbaden und im angrenzenden Elsass, setzen immer mehr Winzer auf die entalkoholisierte Variante ihrer Produkte. Wie der Sender France 3 Alsace berichtet, bieten Produzenten auf beiden Seiten des Rheins mittlerweile sogar Spezialitäten wie alkoholfreien Eiswein an.
Auch wenn Wein ohne Alkohol in Deutschland bislang noch eine Nische bedient, erkennen immer mehr Winzer das Potenzial des wachsenden Markts. Wie breit das Angebot inzwischen ist, soll Anfang September auch das erste alkoholfreie Festival Deutschlands zeigen: Das „Freyheit Festival“ im Münchner Pineapple Park will die Vielfalt der Branche abbilden – von Bier und Wein über Spirituosen-Alternativen bis hin zu neuen Trendgetränken. Hinter dem Event stehen drei Gründer, die mit der Messe einen Impuls setzen wollen und den Hype um alkoholfreie Produkte nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten.
Mit Material der dpa.
