Bertelsmann stellt DeutschlandCard zum Jahresende ein

Bei den Rabattprogrammen war die DeutschlandCard lange Konkurrent des Marktführers Payback. Anfang 2025 wechselte Edeka zum größeren Anbieter. Nun zieht der Bertelsmann-Konzern den Stecker.
Die DeutschlandCard gibt es seit 2008. Für Bertelsmann ist sie schon seit längerem ein Verlustgeschäft.
Die DeutschlandCard gibt es seit 2008. Für Bertelsmann ist sie schon seit längerem ein Verlustgeschäft. (© Imago / Zoonar)

Der Bertelsmann-Konzern stellt sein Rabattprogramm DeutschlandCard im Laufe dieses Jahres ein. Für die 90 Mitarbeiter sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden, wie Bertelsmann mitteilte. Spätestens zum 30. November soll die GmbH ihren Betrieb vollständig einstellen.

Grund für die Einstellung ist demnach der „Verlust des mit Abstand größten Programmpartners“ Anfang 2025, mit dem die Grundlage für das Geschäftsmodell entfallen sei. Zuvor hatte die „Lebensmittel-Zeitung“ berichtet. Das bezieht sich auf den Wechsel von Edeka zum größeren Konkurrenten Payback Anfang vergangenen Jahres.

Kein Ende der Verluste in Sicht

Die seit 2008 erhältliche DeutschlandCard schreibt demnach seit geraumer Zeit rote Zahlen. „Das Management sieht daher auf absehbare Zeit keine realistische Möglichkeit, die Verlustzone zu verlassen, und damit keine Grundlage für eine Fortführung der Geschäftsaktivitäten“, hieß es in der Mitteilung. 

Rettungsbemühungen brachten nicht die erhofften neuen Nutzer: Trotz intensiven Einsatzes aller Beteiligten und umfassender Investitionen sei es leider nicht gelungen, Nutzerakzeptanz und erforderliche Reichweite für eine tragfähige Monetarisierung zu erreichen.

tht/dpa