Das Marktforschungsunternehmen TechConsult hat im Auftrag von Adobe 400 Führungskräfte aus IT und Marketing in deutschen Unternehmen gefragt, wie weit sie bei der Implementierung von agentischer KI sind. Das Ergebnis des „Adobe Agentic Readiness Report“: 46 Prozent haben KI-Agenten bereits implementiert, 31 Prozent planen die Einführung noch in diesem Jahr und weitere 16 Prozent rechnen mit Projekten in den nächsten zwölf Monaten.
„Deutsche Unternehmen erkennen sehr klar, wie Agenten Prozesse automatisieren und Effizienz steigern können. Agentic AI ist von Beginn an keine Frage des Glaubens, sondern eine strategische Entscheidung“, sagt Julian Kramer, Principal Thought Leader bei Adobe Central Europe.



Das größte Potenzial von KI-Agenten sehen Entscheiderinnen und Entscheider in den Bereichen IT-Operations (63 Prozent), Kundenservice (48 Prozent) und Marketing (34 Prozent). Dort ließen sich die Vorzüge der KI-Generation – Schnelligkeit, Kundenorientierung sowie Entscheidungs- und Anpassungsfähigkeit – am sinnvollsten einsetzen. „Hier zeigt sich der Impact bereits deutlich: mehr Effizienz, automatisierte Workflows und spürbare Entlastung für Mitarbeitende“, so Kramer.
Kompetenz und Kooperation als Schlüssel zum Erfolg
Technologie allein bewirkt noch keine Veränderung. 85 Prozent der befragten Führungskräfte sehen KI-Kompetenzen als entscheidenden Erfolgsfaktor. Dafür bieten 58 Prozent ihren Mitarbeitenden interne Schulungen an. 49 Prozent arbeiten am Aufbau von internem Expertenwissen und 39 Prozent führen Pilotprojekte durch, um Erfahrungen zu sammeln.
Doch der Report offenbart auch Skepsis. Dabei ist den Befragten vor allem Datenschutz wichtig: 35 Prozent hinterfragen die technologische Reife und 31 Prozent betonen die Komplexität der Implementierung. Außerdem zeige sich ein Misstrauen gegenüber autonom handelnden KIs und Angst vor Kontrollverlust. Kramer erklärt: „Unternehmen brauchen Systeme, die nachvollziehbar arbeiten, erklärbar sind und korrigierbar bleiben.“
Deshalb beauftragt die Hälfte der befragten Unternehmen externe Partner für die Implementierung. Lediglich 15 Prozent setzen den Wandel eigenständig intern um. Weitere 35 Prozent vertrauen auf Kooperationen. Das kennzeichnet einen Wandel weg von isolierten Innovationen und einer Jeder-für-sich-Mentalität hin zu strategischen Partnerschaften.



