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Entwickelt das Marketing an den Konsumenten vorbei?

Per Teleporter haben sich Captain Kirk und die Besatzung von Raumschiff Enterprise an andere Orte transportiert. Dieses Produkt würden sich sich die meisten Befragten wünschen - wenn man sie denn fragen würde. © Stefan Cosma / Unsplash

Der Marke "Made in Germany" könnte eine Zukunft als Ladenhüter bevorstehen. Diese provokante These haben die Macher der Studie "Konsumentenzentrierte Produktinnovation - oder wann kommt endlich der Teleporter aus Star Trek?" aufgestellt. Die Ergebnisse bestätigen die Verfechter von Consumer Centricity und erheitern zudem.

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Die Konsumenten wollen nicht nur stumpf konsumieren. Statt allein über die Nachfrage das Angebot zu bestimmen, können sich viele vorstellen, schon im Vorfeld mehr in die Produktentwicklung eingebunden zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Untersuchung von der Marktforschungsplattform Appinio und der Innovationsagentur Facts and Stories. Bei der Online-Befragung haben 1005 Personen zwischen 16 und 65 Jahren mitgemacht.

Die große Mehrheit der Teilnehmer möchte an der Entwicklung neuer Produkte beteiligt werden. “Am liebsten in Bereichen, die die unmittelbare Lebenswirklichkeit betreffen”, heißt es im Fazit der Untersuchung.

Jüngere Konsumenten wollen stärker mitwirken

82 Prozent der Befragten möchten bei der Entwicklung neuer Produkte mitwirken. Unter den 18- bis 24-Jährigen ist mit 86 Prozent der größte Teil der Interessierten. 65 Prozent wollen am liebsten Prototypen und erste Produktversionen testen, 40 Prozent würden die Weiterempfehlung nach dem Launch übernehmen. Von Anfang an bei der Ideenfindung dabei sein möchten immerhin 37 Prozent.

Wenn es um neuartige Produkte geht, welcher Käufertyp bist Du am ehesten? Quelle: Appinio / Facts and Stories

Am liebsten reden die Befragten dort mit, wo die Produkte oder Dienstleistungen ihre direkte Lebenswirklichkeit betreffen: Platz eins belegt mit 41 Prozent der Bereich Lebensmittel. Wohnen und Einrichtung liegt mit 32 Prozent auf dem zweiten Platz. Platz drei belegt Kosmetik und Körperpflege mit 30 Prozent. In diesen drei Kategorien wollen sich besonders Frauen beteiligen. Männer hingegen sind am liebsten bei der Entwicklung neuer Technologien (35 Prozent), Mobilität (32 Prozent) und Smart Home (31 Prozent) dabei.

Marktforschung trifft Lebenswirklichkeit

Die Befragten meinen, dass Start-ups (49 Prozent) und internationale Konzerne (30 Prozent) am innovativsten sind. Der deutsche Mittelstand überzeugt mit 26 Prozent nicht einmal ein Drittel der Befragten, was sich mit den Ergebnissen der aktuellen Bertelsmann-Studie “Innovative Millieus. Die Innovationsfähigkeit deutscher Unternehmen” deckt. Die Mehrheit der Männer (52 Prozent) setzt auf Start-ups als Innovatoren, wohingegen ein Drittel der Frauen internationalen Konzernen mehr Innovationskraft zutraut.

Wer kann aus Deiner Sicht am besten neue Produkte entwickeln? Quelle: Appinio / Facts and Stories

“Die Ergebnisse zeigen sehr deutlich, wieviel Potenzial in der intensiven Einbeziehung der Nutzer und Konsumenten in die Produktentwicklung liegt”, sagt Lisa Dust, Gründerin und Geschäftsführerin von Facts and Stories. Innovatoren müssten die bloße Marktforschungs-Theorie mit den realen Lebenswirklichkeiten der Zielgruppen verbinden. Jonathan Kurfess, Gründer und CEO von Appinio: “Es gilt, den Verbraucher als ständigen Entscheidungshelfer zu nutzen, um Ideen zu testen und Entscheidungen mit Feedback von Konsumenten zu validieren. Früher hat das Wochen und Monate gedauert, heute geht das innerhalb von Stunden.”

Und zuletzt beantworten die Macher der Untersuchung auch augenzwinkernd, über welche Produktneuheiten sich die befragten Konsumenten am meisten freuen würden, wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Es wäre der Teleporter aus der Kult-Serie Star Trek. Doch auch die anderen Ergebnisse erinnern an so manche Hollywood-Zukunftsvision aus der Vergangenheit.

Welche Produkte aus Filmen oder Serien müssten nun endlich mal auf den Markt kommen? Quelle: Appinio / Facts and Stories

Die gesamte Studie steht hier zum Download bereit.

absatzwirtschaft+

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