Puky und Influencerinnen Ana Johnson und Kisu starten gemeinsame Kollektion

Junge Familien im Blick: Puky kooperiert mit den Mom-Influencerinnen Ana Johnson und Kisu und launcht zwei limitierte Modelle als Capsule Collection. Die Aktion soll Markenreichweite und Relevanz im Lifestyle-Segment steigern.
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Puky kooperiert mit Influencerinnen Kisu und Ana Johnson (v.l.), (© Puky)

Puky positioniert sich deutlicher als Familien- und Lifestyle-Marke und setzt dafür auf eine Kooperation mit den Creatorinnen Ana Johnson und Kisu. Wie das Unternehmen verkündet, wurde gemeinsam eine Capsule Collection mit zwei Limited Editions entwickelt, die authentische Kommunikation mit emotionaler Markenbindung verbindet und neue Zielgruppen an die Marke heranführt.

Inhaltlich will Puky damit zwei Ebenen verknüpfen: Markenauftritt und Fertigungskompetenz. Die Kooperation ist Teil einer langfristigen Markenstrategie, mit der Kinderfahrzeug-Hersteller seine Kommunikations- und Produktwelt stärker auf die Bedürfnisse moderner Familien ausrichtet – visuell, sprachlich und kanalübergreifend.

Puky setzt auf Influencer Marketing

„Unser Ziel ist es, Puky als Marke dort präsent zu machen, wo Familien heute ihre Inspiration finden: im digitalen Alltag junger Eltern“, wird Paolo Anania zitiert, Head of Global Brand & Marketing. „Ana und Kisu stehen für genau die Werte, die uns wichtig sind: Familiennähe, Qualität und ein positives Lebensgefühl. Durch die Zusammenarbeit schaffen wir es, unsere Marke nahbar zu machen und den emotionalen Zugang zu erweitern.“

Die beiden Sondermodelle – ein Rutschfahrzeug und ein Laufrad – erscheinen in den Farbvarianten Velvet Grey (Ana Johnson) und Soft Peach (Kisu). Die Lackierung erfolgt im Puky-Werk in Wülfrath. Sie erlaubt dem Unternehmen, kleinere Stückzahlen mit individuellen Farbkonzepten zu produzieren – ein Ansatz, den die Marke bereits in der eigenen Custom Line verfolgt, etwa in Kooperationen mit Brillux, dem FC Bayern München oder MINI.

Ana Johnson und Kisu erreichen zusammen mehr als zwei Millionen Follower und gelten als feste Größen im Familiensegment. Ihre Nähe zu einer jungen Elternschaft eröffnet Puky neue Kommunikationswege. „Kooperationen wie diese helfen uns, neue Zielgruppen zu erreichen und die Marke im Alltag junger Familien sichtbarer zu machen“, so Anania.

Das sind die Kennzahlen der Kampagne

v.l.n.r. Marc K. Thiel, Kisu, Ana Johnson, Paolo Anania
v.l.n.r. Marc K. Thiel, Kisu, Ana Johnson, Paolo Anania (Credit: Puky)

Gegenüber der absatzwirtschaft äußerte sich der Markenverantwortliche hinsichtlich dazu, was den Ansatz von Puky von klassischen Influencer-Kampagnen unterscheidet:

“ Bei uns geht es nicht darum, einfach Reichweite zu generieren. Wir arbeiten sehr bewusst mit Partnerinnen zusammen, die unsere Werte teilen – Familiennähe, Qualität und ein positives Lebensgefühl. Jede Kooperation ist inhaltlich und visuell auf unsere Marke abgestimmt und soll Mehrwert für unsere Zielgruppe bieten. Wir sprechen dabei von einer strategischen Markeninszenierung, die auf langfristige Bindung ausgelegt ist.“

Zur Erfolgsmessung nutzt Puky nach eigenen Angaben sowohl quantitative als auch qualitative Kennzahlen. Neben Verkaufszahlen und Website-Traffic spielen auch Engagement, Stimmung und die wahrgenommene Nähe zur Marke in der Community eine Rolle.

„Unser Ziel ist, dass Puky emotional in den Köpfen junger Familien präsent ist – Mental Availability ist hier unser Leitmodell“, so Anania. „Wenn Menschen an Kinderfahrzeuge denken, sollen sie zuerst an PUKY denken.“

Anania ergänzt, dass der Mittelstand bei Influencer-Projekten noch zögert:

„Viele Mittelstands-Unternehmen schrecken vor der Komplexität solcher Kooperationen zurück. Der Austausch mit anderen Marken hilft uns, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam zu lernen. Auch für uns ist das ein Transformationsprozess – eine neue Art von Projekt für Puky.“

Zur Rolle des Fachhandels innerhalb der neuen Digitalstrategie sagt Anania:

„Der Fachhandel ist für uns nach wie vor zentral. Unsere Produkte werden dort kompetent erklärt, erlebbar gemacht und verkauft. Die strategische Ausrichtung auf E-Commerce und Community bedeutet nicht, dass wir den stationären Handel ersetzen wollen – im Gegenteil: Wir nutzen digitale Kanäle, um die Marke sichtbarer zu machen und neue Zielgruppen zu inspirieren, die dann im Fachhandel ihre Kaufentscheidung treffen.“

(amx, Jahrgang 1989) ist seit Juli 2025 Chefredakteur der absatzwirtschaft. Er ist weder Native noch Immigrant, doch auf jeden Fall Digital. Der Wahlberliner mit einem Faible für Nischenthemen verfügt über ein breites Interessenspektrum, was sich bei ihm auch beruflich niederschlägt: So hat er bereits beim Playboy, in der Agentur C3 sowie beim Branchendienst Meedia gearbeitet.