Meta hat ein neues Programm ins Leben gerufen, das sich gezielt an junge US-amerikanische Startups richtet, die mit generativer KI arbeiten. Das „Llama Startup Program“ soll Entwicklerinnen und Entwickler dabei unterstützen, Anwendungen auf Basis der hauseigenen Llama-Modelle zu entwickeln. Wie es in einer offiziellen Mitteilung von Meta heißt, erhalten teilnehmende Firmen direkten Zugang zu technischen Ressourcen und können bis zu 6.000 US-Dollar pro Monat für maximal sechs Monate erhalten – also insgesamt bis zu 36.000 Dollar.
Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass das Unternehmen in den USA registriert ist, weniger als zehn Millionen Dollar an Finanzierung erhalten hat und mindestens eine Entwicklerin oder ein Entwickler im Team ist. Die Bewerbungsfrist endet am 30. Mai um 18 Uhr pazifischer Zeit.
„Unsere Experten werden eng mit den Startups zusammenarbeiten, um ihnen den Einstieg zu erleichtern und fortgeschrittene Anwendungsfälle zu erschließen“, schreibt Meta in einem Blogpost. Ziel sei es, Innovationen zu beschleunigen und jungen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Meta, Google und Deepseek im KI-Wettlauf
Der Zeitpunkt der Initiative ist kein Zufall. Meta steht im Wettbewerb mit anderen Schwergewichten wie Google, DeepSeek und Alibaba, die ebenfalls auf offene KI-Modelle setzen. Zwar wurden die Llama-Modelle bereits über eine Milliarde Mal heruntergeladen, doch zuletzt geriet Meta unter Druck: Laut Wall Street Journal wurde der Start des neuen Flaggschiff-Modells „Llama 4 Behemoth“ verschoben, weil es in Benchmarks nicht überzeugte. Zudem musste sich Meta im April gegen Vorwürfe wehren, bei einem KI-Ranking getrickst zu haben.
Trotz dieser Rückschläge verfolgt Meta ambitionierte Ziele. Das Unternehmen rechnet laut eigenen Angaben mit einem Umsatz von bis zu drei Milliarden Dollar durch generative KI-Produkte im laufenden Jahr – und langfristig mit bis zu 1,4 Billionen Dollar bis 2035. Um das zu erreichen, investiert Meta massiv: Allein 2025 sollen bis zu 80 Milliarden Dollar in neue Rechenzentren fließen.
Mit dem neuen Startup-Programm will Meta nun nicht nur Entwicklerinnen und Entwickler für Llama begeistern, sondern auch das eigene Ökosystem stärken und sich so einen Vorsprung im Rennen um die Zukunft der generativen KI sichern.
