
Oliver Grüttemeier, Managing Partner von Vow to the New:
„Haltung ist weder konjunkturabhängig noch eine Marketingdisziplin. Wer keine hat, sollte zumindest schlau genug sein, um sie nicht zu inszenieren. Verbraucher haben ein gutes Gespür dafür, was echt ist und was nicht. Gute Haltung zeigt sich im Handeln. Unternehmen mit klaren Werten müssen diese als verbindlichen Kompass verstehen. In der Organisationsführung, im Marketing und in allen anderen Bereichen. Ein ‚Weiter so‘ wird es angesichts massiver wirtschaftlicher und technologischer Umbrüche nicht geben. Wer crossfunktionales Denken, Wandel und disruptive Innovation will, braucht etwas, das größer ist als Geld.“

Kerstin Gehring, Bereichsleiterin Kommunikation und Marketing bei der IHK Koblenz:
„In einer zunehmend disruptiven Welt wird Haltung im Marketing oft als Abwägung zwischen Werten und Opportunismus diskutiert. Für uns als Industrie- und Handelskammer ist Haltung jedoch kein Zeitgeist, sondern seit jeher Teil unseres Selbstverständnisses – tief verwurzelt in der Tradition des ehrbaren Kaufmanns. Wir vertreten das Gesamtinteresse von rund 108.000 Mitgliedsbetrieben gegenüber Politik und Verwaltung, was klare Positionen verlangt. Ob Fachkräftesicherung, Internationalisierung, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit: Diese Themen erfordern Verlässlichkeit statt Beliebigkeit. Haltung ist für uns Ausdruck der Verantwortung, die wir tragen, und damit die verbindende Klammer all unserer Aktivitäten.“

Jörn Steinhauer, CEO von Digisoolut:
„2026 entscheidet sich Haltung im Marketing dort, wo Marken unter Druck stehen: nicht im Manifest, sondern im Trade-off zwischen Marge, KI-getriebener Effizienz und konsequent gelebten Werten. Wer jetzt nur opportunistisch auf Trends, Purpose-Floskeln oder Empörungswellen springt, verliert Vertrauen – und damit Resilienz im Markt. Resilientes Marketing heißt: klare Werte, messbarer Nutzen, transparente Entscheidungen – auch wenn es auf kurze Sicht Umsatz kosten mag.“




