Was macht Marken eigentlich besonders? Müssen sie uns emotional berühren? Uns bewegen und mitreißen können?
Mit diesen Fragen setzt sich Felix Appelfeller immer wieder aufs Neue auseinander. Und das äußerst erfolgreich. Appelfeller ist Executive Sponsoring Director bei Jung von Matt Sports, die sich auf Sportmarketing und Sponsoring spezialisiert hat. 2025 wurde JvM Sports die Auszeichnung „Agentur des Jahres“ durch das Branchenmagazin „W&V“ verliehen. Auch bei den „Hashtag Sports Awards“ in New York erhielt die Agentur den renommierten „Agency of the Year“-Award.
Die vorläufigen Highlights einer Reise, die Appelfeller seit mehr als zehn Jahren begleitet.
Karriere im Sportbusiness – Sprint oder Marathon?
Der 37-Jährige, der insbesondere Fußball und Basketball liebt und gerne aufs Fahrrad steigt, kann schon heute auf eine beachtliche Karriere zurückblicken.
In Schmalkalden geboren und aufgewachsen, wagte er nach seinem Studium der Angewandten Medien- und Kommunikationswissenschaften den Sprung in die Berufswelt. Das Ziel? „Ich wollte immer einen Job haben, der nie langweilig wird. Das ist mir zum Glück gelungen“, resümiert er im Gespräch.
Der Weg zur jetzigen Funktion ist geprägt von der Komponente Sport. Egal, ob als Marketingmanager bei Hannover 96 und Sportfive (früher Ufa Sports) oder als Gastdozent für Sportsponsoring an der Hochschule Macromedia in Hamburg und für Sportwerbung an der Deutschen Sporthochschule Köln.
Heute leitet Appelfeller mit 37 Jahren die Sponsoring- und New-Business-Abteilung von Jung von Matt Sports. Voller Fokus auf die Karriere also? „Nein. Natürlich brauchst du konkrete Ziele, aber diese zu verfolgen, darf nicht auf Kosten der Familie gehen“, sagt Appelfeller, der erst im Oktober die Eingewöhnungsphase seines Sohnes in der Kita für eine einmonatige Auszeit nutzte. „Es ist sehr schön und interessant, die Entwicklung meines Sohnes zu beobachten”, ergänzt er, „ich sehe viele Parallelen zu mir.“ Parallelen sind in diesem Fall: eine gesunde Neugier, die Freude am Miteinander und eine ausgeprägte Beobachtungsgabe.
Kreativität ja – aber Sportmarketing ist auch ein „People’s Business“
Bei Jung von Matt Sports ist man nicht nur auf die Konzeption und Umsetzung von Kampagnen spezialisiert, sondern berät strategisch in allerlei Sponsoring-Fragen, entwirft moderne Vertragsinhalte zwischen Partnern und Rechtehaltern und geht damit breit aufgestellt in eine neue Ära des Sportmarketings.
Und wo bleibt da die Kreativität? „Für uns alle steht die kreative Exzellenz im Zentrum unserer Arbeit“, sagt Appelfeller. „Neben Kreativen brauchen wir aber unter anderem auch ausgezeichnete Strategen und Projektmanager, um unser Leistungsportfolio abzubilden.“ Oder eben erfahrene Allrounder, wie er einer ist.
Im Kundenportfolio stehen Namen wie DFL, Google Pixel, Spotify und Topps, man kooperierte mit Größen des Sports wie José Mourinho, Alexia Putellas oder Lothar Matthäus. Allein letztes Jahr erhielt die Agentur für ihre Arbeiten weltweit über 130 Preise.
Sportliches Großereignis 2026 fest im Blick
Doch für Appelfeller gibt es kurz vor der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft Wichtigeres, als über vergangene Erfolge zu sprechen. „Natürlich sind wir stolz, dass unsere Arbeiten immer wieder positive Resonanz erzeugen. Vor allem freut uns, dass wir uns zuletzt bei den Uefa-Europameisterschaften der Männer und Frauen als starke Markenpartner bewiesen haben.“
Und so baut Appelfeller geschickt die Brücke, um den Blick in die Zukunft zu richten: 2026 will die Agentur gemeinsam mit ihren Kunden wieder eine große Rolle bei einem sportlichen Großereignis spielen.
Arbeitet er dafür heute noch lange? „Bis 19 Uhr, denke ich“, Appelfeller wirft einen schnellen Blick auf seine Armbanduhr, „dann fahre ich heim zu meiner Familie und verbringe den restlichen Abend mit Lycka auf der Couch.“ Lycka? „Ja, Lycka ist unsere hellbraune Jagdhündin. Ihr Name kommt aus dem Schwedischen.“
Und bedeutet, wie könnte es anders sein: Glück.
Lieblingsmarke?
Volcom
Tollste Werbung?
Professionell: „Thank you Mum“ P&G
Persönlich: „Puppy Monkey Baby“ Mountain Dew
Persönliches Vorbild?
Ich hatte nie ein konkretes Vorbild. Ich ziehe Inspiration aus vielen sehr unterschiedlichen Menschen und sogar Tieren.
Bester Rat?
Sei der Möglichmacher statt der Bedenkenträger.
Was treibt dich an?
Der Spaß an allem, was ich tun darf und die Menschen, mit denen ich das alles erleben darf.





