Der US-Süßwarenkonzern Mars darf den amerikanischen Snackhersteller Kellanova übernehmen. Die EU-Kommission genehmigte die Fusion nach mehrmonatiger Prüfung ohne Auflagen, wie sie in Brüssel mitteilte. Die Behörde hat keine Bedenken, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb in Europa beeinträchtigen könnte. Die US-Kartellbehörden hatten die Übernahme bereits im Juni 2025 genehmigt.
Die Kommission hatte untersucht, ob Mars durch die erweiterte Produktpalette seine Verhandlungsmacht gegenüber Einzelhändlern deutlich steigern und dadurch etwa höhere Preise durchsetzen könnte. Die Kellanova-Produkte würden Mars‘ Position in Verhandlungen mit Händlern nicht wesentlich stärken, hieß es nun.
Zahlreiche bekannte Marken – große Historie
Mars ist in Deutschland bekannt für Schokoriegel (Mars, Snickers, Bounty), Kaugummisorten wie Airwaves und Wrigley’s Extra, Tiernahrung (Whiskas, Chappi) sowie Grundnahrungsmittel wie Reis (Ben’s Original) und Nudelgerichte (Mirácoli). Der Konzern hat mehr als 150.000 Mitarbeiter.
Kellanova (früher Kellogg Company) kennen Verbraucher von Marken wie Pringles und Kellogg’s. Im Oktober 2023 wurde das 1906 gegründete Unternehmen in zwei börsennotierte Teilkonzerne aufgespalten, die beide die Marke Kellogg’s weiter verwenden: Der traditionelle Geschäftsbereich mit Cerealien in Nordamerika wurde in die neue WK Kellog Co abgetrennt. Im Juli 2025 gab der italienische Süßwarenhersteller Ferrero eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme dieses Unternehmens bekannt.
Die bisherige Kellogg Company, in 2023 in Kellanova umbenannt, führt seither das weltweite Geschäft mit Snacks, Cerealien, Nudeln, pflanzenbasierten Lebensmitteln sowie das nordamerikanische Tiefkühlgeschäft. Das Unternehmen beschäftigt nach jüngsten Angaben rund 24.000 Mitarbeitende und erzielte 2023 einen Umsatz von umgerechnet rund 12 Milliarden Euro.
tht/dpa



