Enttäuschende Zahlen erwartet: Fallende Chip-Preise machen Samsung zu schaffen 

Der südkoreanische Technologieriese Samsung hat seine Investoren angesichts fallender Preise für Speicherchips auf enttäuschende Quartalszahlen vorbereitet. Wegen der schwierigen Geschäftsbedingungen werde der Gewinn im ersten Quartal 2019 voraussichtlich unter den Erwartungen des Marktes liegen, hieß es am Dienstag.

Samsung hat seine Investoren angesichts fallender Preise für Speicherchips auf enttäuschende Quartalszahlen vorbereitet. Grund seien die schwierigen Geschäftsbedingungen, weshalb der Gewinn im ersten Quartal 2019 voraussichtlich unter den Erwartungen des Marktes liegen werden. Dies gab das Unternehmen am Dienstag in einer Börsenmitteilung bekannt. Samsung verwies auch auf eine schwächere Nachfrage nach Displays. Das Unternehmen ist Marktführer bei Smartphones, Speicherchips und Fernsehern.

Erst Ende Februar hatte das Unternehmen angekündigt ein faltbares Smartphone auf den Markt zu bringen, das Galaxy Fold. Damit ist Samsung tatsächlich als erster der Tech-Giganten mit einem derartigen Modell am Start. Mit Preisen von über 2000 Euro scheint das knickbare Gerät indes kaum massenmarktfähig, doch darum geht es den Südkoreanern nicht. Samsung möchte vielmehr etwas für sein First Mover-Image tun und drückt das neue Smartphone nach dem Motto ‚Viel hilft viel‘ einmal mehr mit großem Marketingaufwand in den Markt (absatzwirtschaft berichtete).

„Makroökonomische Unsicherheiten“

Dass Samsung eine Gewinnwarnung vor dem üblichen Ergebnisausblick für das Quartal gibt, ist ungewöhnlich. Das Unternehmen nannte keine Gründe dafür. Der Ausblick für die Monate Januar bis März wird Anfang April erwartet. Allerdings hatten die Südkoreaner schon Ende Januar bei der Vorstellung der Zahlen für das vierte Quartal 2018 vor einem schwächeren Speicher-Geschäft gewarnt. Als Grund wurden außer Saison-Faktoren auch „makroökonomische Unsicherheiten“ sowie eine Reduzierung der Bestände bei Kunden genannt.

Mit Halbleitern verdient der Konzern mit Abstand das meiste Geld. Der Überschuss war im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 8,46 Billionen Won (6,6 Milliarden Euro) eingebrochen. Im Geschäft mit Displays und Smartphones hat es Samsung wiederum mit wachsender Konkurrenz aus China zu tun. Angesichts größerer Kapazitäten der chinesischen Wettbewerber seien die Preise für LCD-Bildschirme (Flüssigkristall) stärker als erwartet gefallen, hieß es in der Mitteilung an die Seouler Aktienbörse.

dpa