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Chef von Galeria-Karstadt-Kaufhof für weitere Jahre berufen

Stephan Fanderl ist seit 2014 Vorstandschef von Karstadt. © Picture Alliance

Konstante an der Spitze: Karstadt-Chef Stephan Fanderl hat dem Kaufhauskonzern schon deutlich länger die Treue gehalten als viele seiner Vorgänger – auch in schwierigen Zeiten. Mittlerweile trägt der 56-Jährige beim fusionierten Warenhausunternehmen Galeria-Karstadt-Kaufhof die operative Veranwortung. Nun wurde sein Vertrag erneut verlängert.

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Kein Manager hat es in der jüngeren Vergangenheit so lange an der Spitze des kriselnden Kaufhauskonzerns ausgehalten wie Stephan Fanderl. Der vorletzte Karstadt-Eigentümer und Investor Nicolas Berggruen hatte den Manager in den Aufsichtsrat des Unternehmens geholt. Und nachdem binnen weniger Jahre sowohl der Brite Andrew Jennings als auch die Schwedin Eva-Lotta Sjöstedt den Posten des Vorstandsvorsitzenden vorzeitig verlassen hatten, wechselte Fanderl 2014 vom Aufsichtsratsvorsitz in die operative Führung.

Seitdem hat Karstadt einen Eigentümerwechsel, drastische Sparrunden, die Schließung mehrerer Häuser und die Fusion mit dem anderen Dinosaurier der deutschen Warenhaushistorie, Galeria Kaufhof, erlebt – dabei stets in der operativen Verantwortung: Stephan Fanderl.

Fanderl gilt als Vertrauter von René Benko

Der 56-jährige gelernte Einzelhandelskaufmann und Betriebswirt gilt als ausgesprochener Fachmann in Handelsfragen. Das dürfte auch der Grund gewesen sein, wieso ihn der heutige Karstadt-Besitzer, der österreichische Milliardär René Benkó (Signa-Gruppe) in all den unruhigen Jahren an Bord behalten wollte.

Nun soll Fanderl auch die Zusammenführung von Kaufhof und Karstadt managen. Der Aufsichtsrat von Karstadt habe einer “mehrjährigen Verlängerung” der Mandate der Geschäftsführer zugestimmt, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Der bisherige Finanzchef von Galeria Kaufhof, Guido Mager, sei zudem in die Geschäftsführung berufen worden.

Rechtliche Fusion soll Ende Januar abgeschlossen sein

Wie es in der Karstadt-Mitteilung weiter hieß, sollen im Zuge der Integration die Warenhausgesellschaften zu einem einheitlichen Unternehmen verschmolzen werden. Das werde künftig unter Galeria Karstadt Kaufhof GmbH firmieren. Das rechtliche Verschmelzungsverfahren von Galeria Kaufhof in die Karstadt Warenhaus AG solle spätestens zum 31. Januar 2020 abgeschlossen sein.

Signa hatte im Juni die restlichen Anteile der Warenhausgruppe vom kanadischen Einzelhandelskonzern Hudson’s Bay Company (HBC) übernommen und damit die Gruppe komplett – gut ein halbes Jahr nach der Fusion von Karstadt und Kaufhof. Den Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof hatten Signa und HBC im Dezember 2019 offiziell vollzogen und so einen neuen Warenhausriesen mit damals europaweit rund 243 Standorten und rund 32.000 Mitarbeitern geschaffen.

absatzwirtschaft+

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