Harry Kane ist ein Superstar des Fußballs und einer der treffsichersten Stürmer auf dem Planeten – und jetzt auch Deutscher Meister. Eine Karriere wie aus dem Bilderbuch, und die Frage aller Fragen: Was isst so jemand eigentlich zum Frühstück? Seit Kurzem wissen wir es. Der Profisportler frühstückt Hafer-Cerealien.
Bereits seit vergangenem Herbst ist Kane Gesellschafter und Gesicht des Porridge-Start-ups 3Bears, das in diesem Jahr seinen 9. Geburtstag feiert. Gerade haben beide gemeinsam drei Sorten Frühstücksflocken auf den Markt gebracht: Oat Cocoa Crunch, Oat Cinnamoon Loops und Oat Flakes, alle mit reichlich Hafer, Protein und Ballaststoffen, dafür ohne Industriezucker. „Gemeinsam mit 3Bears wollte ich leckere Cerealien mit einfachen Zutatenlisten entwickeln, die vor allem Eltern leicht verstehen können. Als Fußballer lege ich großen Wert auf meine Ernährung und weiß, wie wichtig es ist, was ich meinem Körper zuführe. Ich möchte sicherstellen, dass ich meiner Familie, insbesondere meinen vier kleinen Kindern, eine ausgewogene Ernährung biete“, so Kane.
Englischer Fußballer und Porridge – das perfekte Match
Als Engländer ist der Fußballer mit Porridge aufgewachsen – für die Hafermarke das perfekte Match. Dass manche die Partnerschaft des vergleichsweise kleinen Start-ups mit 30 Mitarbeitern mit dem berühmten Fußballer (der FC Bayern hat sich den Kane-Transfer 2023 rund 100 Millionen Euro kosten lassen) für ungewöhnlich halten, wundert Caroline Nichols. Die Gründerin, die gemeinsam mit ihrem Mann Tim 2016 die Marke ins Leben rief, spricht bei dieser Kooperation von einem wahr gewordenen Traum – und einem „Perfect Fit“: „Harry Kane ist als Engländer nach München gekommen, so wie mein Mann. Als Spitzenathlet macht er sich natürlich Gedanken um seine Ernährung, ist Familienvater, das passt einfach perfekt.“
Vor neun Jahren seien sie und ihr Mann für ihre Idee, eine Porridge-Marke zu starten, belächelt worden, das sei doch „warmes Müsli“. Frank Thelen und Judith Williams sahen das zum Glück anders und stiegen nach einem Auftritt von Caroline und Tim Nichols in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ in das Unternehmen ein. Heute wächst 3Bears zweistellig, macht Umsätze im zweistelligen Millionenbereich und setzt nach wie vor auf die Philosophie, mit natürlichen Haferprodukten, die das Frühstück besser machen, organisch und nachhaltig zu wachsen.

Harry Kane soll beim Marktstart in England helfen
Jetzt will die Marke auch in England voll durchstarten, weitere Länder sollen noch in diesem Jahr folgen. Ein weltberühmter Name wie Harry Kane an der Seite soll dabei helfen. „Wir versprechen uns davon, noch viel mehr Menschen zu erreichen, neue Zielgruppen zu erschließen und uns in der breiten Masse unser Standing zu sichern“, sagt Caroline Nichols. Auch fußballbegeisterte Familien, Fußballfans, die gerne snacken, aber bislang meistens ungesund und überzuckert, hätten jetzt die Chance auf ein gesundes und trotzdem leckeres Frühstück.
Das lohnt sich auch für Kane: „Harrys Personal Brand profitiert von einer Partnerschaft mit einer Marke, die Verantwortung und Werte genauso großschreibt wie er.“ Ein kluger Schachzug, mit dem der Fußballer zeigt, dass er seine Partner gezielt auswählt und sich committed. Kane ist stolz auf die Zusammenarbeit, die Produkte seien für ihn „die perfekte Wahl, um den Körper mit Energie zu versorgen“.
Sarah Harrison, Paul Ripke, Bluey als Partner
Der Engländer ist nicht das erste prominente Gesicht, das die Haferflocken-Gründer an Bord holten. Mit Influencern, Testimonials und Lizenzen setzt 3Bears von Beginn an auf starke Partnerschaften: So brachte das Start-up 2023 gemeinsam mit der Influencerin Sarah Harrison ein Granola auf den Markt. Im vergangenen Sommer launchte 3Bears mit Paul Ripke und dessen Marke Pari eine limitierte Auswahl an Produkten. Und mit dem australischen Comichündchen Bluey gibt es inzwischen sogar eine eigene Produktrange für Kinder. „Kooperationen und Markenpartnerschaften sind ein elementarer Teil unserer Markenstrategie“, erklärt Nichols. „So holen wir ganz unterschiedliche Zielgruppen ab. Sie alle eint das Thema gesunde Ernährung und dass sie voll und ganz hinter unseren Grundprinzipien – alles aus Hafer, kein Industriezucker und keine Zusätze – stehen.“
Harry Kane ist als Gesicht von 3Bears mit dem Start-up eng verbunden und arbeitet intensiv mit dem Team zusammen. Für Markenexpertin Tabea Höllger, Partnerin bei BrandTrust, ein echter Glücksgriff: „Als Profifußballer steht Kane für Sportlichkeit und gesunde Ernährung, ein positives Vorurteil, von dem die Marke profitieren kann.” Es passe perfekt zur Mission der Gründer, Haferprodukte für ein besseres Leben und einen bewussten Lebensstil zu kreieren. “Kanes internationale Bekanntheit – über 17 Millionen Follower auf Instagram – wird der Marke einen Schub geben und sie ihrer Vision näherbringen, die Hafermarke in jedem Haushalt zu sein“, sagt die Markenexpertin weiter. Umgekehrt sei das für Kane eine Chance, „auch außerhalb des Fußballplatzes wahrgenommen zu werden.“
Markenfit als Grundlage für den Erfolg
Für Tabea Höllger ist die wichtigste Grundlage für den Erfolg von Kooperationen der Markenfit: „Passen die beiden Partner glaubwürdig zusammen und nehmen die Fans einen authentischen Match wahr? Können beide Partner die Geschichte zur Kooperation einfach erzählen, oder wirkt es konstruiert und an den Haaren herbeigezogen?“ Dazu müsse die Partnerschaft auf einer klaren Strategie basieren, die Ziele wie Imagetransfer, Steigerung der Markenbekanntheit oder das Erreichen neuer Zielgruppen festlegt. „Bei 3Bears und Harry Kane haben sicherlich alle drei Aspekte eine Rolle gespielt“, so Höllger.

Trotzdem, sagt die Markenexpertin, gibt es bei Partnerschaften von Marken und berühmten Persönlichkeiten auch einiges zu beachten. „Bei Kooperationen mit Prominenten besteht immer das Risiko, dass nicht nur die positiven Eigenschaften abstrahlen, sondern auch jeder vermeintliche Fehltritt.“ Dazu sei das Investment hoch, und: „Insbesondere bei Start-ups entfacht eine Kooperation mit einem Star hohe Erwartungen. Wird ein Hype ausgelöst, so sind Lieferengpässe oder Qualitätsprobleme keine Seltenheit. So wird eine Kooperation durch enttäuschte Erwartungen zum Boomerang.”
Wichtig sei immer, dass Marken auch die Leistungen bringen, die sie mit ihren Markenbotschaftern versprechen. Tun sie das, können Kooperationen zum echten Gewinn für alle Beteiligten werden. Und damit kennt sich Harry Kane ja bestens aus.
