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Fünf Tipps zur Digitalisierung des Point of Sales – So sollte der Handel der Zukunft aussehen

Die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und aus dem Handel nicht mehr wegzudenken. Um mit dem Wandel mitzuhalten müssen sich Ladenbesitzer neue Strategien und Technologien aneignen um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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Gastbeitrag von Oliver Wanderscheck, Country Manager ORBITVU Deutschland & Österreich

Digitale Services am Point of Sale werden immer beliebter, vor Allem, wenn sie dem Kunden einen echten Mehrwert bieten. Dies ist von großer Bedeutung für alle Ladenbesitzer, da die meisten Kaufentscheidungen noch immer spontan am Point of Sale und nicht online getroffen werden. Viele Konsumenten wünschen sich grundlegende Cross-Channel-Services vor oder während des Einkaufs. Dabei sind zum Beispiel Verfügbarkeitsabfragen oder kostenloses WLAN in den Ladengeschäften sehr beliebt. Ist das gewünschte Produkt nicht im Laden möchten viele Kunden von dort aus online bestellen oder online bestellte Produkte abholen können. Dabei sollte den Kunden ein deutlicher Mehrwert geboten werden, zum Beispiel zusätzliche Informationen zu den Produkten, wie Kundenbewertungen, Anwendungsbeispiele und Informationen zu Herkunft und Produktion.

1. Warum digitale Technologien?

In den meisten Geschäften wird die Notwendigkeit der Digitalisierung erkannt, doch was es dort bisher als digitales Angebot gibt, ist meist nicht mehr als ein digitales Plakat. Die Kunden sind den Ladenbesitzern im Punkt der Digitalisierung meist weit voraus und sind bestens über Produkte und Preise informiert, bevor sie das Geschäft überhaupt betreten. Da viele Kunden bereits an Onlinekäufe gewöhnt sind haben sie immer höhere Erwartungen, wie z.B. ein umfangreiches Sortiment, tiefgreifende Informationen und eine bequeme Produktauswahl. Um die Kundenfrequenz wieder zu erhöhen und die Konsumenten nicht an Onlineshops zu verlieren, müssen stationäre Shops auf die neuen Bedürfnisse der Kunden eingehen und den Schritt der Digitalisierung wagen. Mit Hilfe digitaler Technologien am PoS kann die Grenze zwischen den Vertriebskanälen überbrückt, die fachkundige Beratung der Kunden unterstützt und der Einkaufsprozess vereinfacht werden.

2. Welche digitalen Technologien am PoS gibt es?

Mittlerweile gibt es eine immer größter werdende Auswahl an digitalen Technologien, die am PoS eingesetzt werden können. Grundlegend kann zwischen nicht-interaktiven Medien, wie digitalen Plakaten (Digital Signage), die der Information und Emotionalisierung dienen und interaktiven Medien, zur Beratung der Kunden und Vereinfachung des Einkaufs, unterschieden werden. Technologien der zweiten Kategorie gibt es sowohl stationär (Digital Walls, Terminals) als auch mobil (mobiler Shopping-Assistent, Tablet). Die Digital Walls zählen zu den beliebtesten Technologien zur Digitalisierung des PoS, da sie einige Vorteile bieten. Durch sie wird der Einkaufsprozess erheblich erleichtert, da sie große Mengen an Produktinformationen und detaillierte Produktfotos bieten. Durch Funktionen wie vereinfachte Such- und Filterungsprozesse und Produktvergleiche und -bewertungen bieten sie den Kunden einen deutlichen Mehrwert beim Einkauf. Mit den Systemen gelingt auch eine reibungslose Cross-Channel-Verknüpfung von Online- und Offlinekanälen. Ebenso kann den Kunden ein 24-Stunden-Einkauf oder die Abholung von bestellten Artikeln nach Ladenschluss ermöglicht werden.

3. Welches digitale PoS-Medium passt zu den Zielen?

Damit die Digitalisierung des PoS ein Erfolg wird muss herausgefunden werden, welches Medium zu den Zielen des jeweiligen Geschäfts passt. Dabei sollten natürlich immer die Kunden im Fokus stehen. Diese haben nämlich nicht nur hohe Erwartungen, sondern auch Gewohnheiten. Oft werden neue Serviceleistungen nicht wahrgenommen, weshalb diese unbedingt in einem hochfrequentierten Bereich positioniert und vom Personal klar kommuniziert werden sollten, um ihre Wirkung zu entfalten. Weiterhin sollten sich die Shops auf ein System festlegen, um Verwirrung zu vermeiden. Dabei müssen zudem einige Fragen geklärt werden, z.B. ob die Kunden die Medien eigenständig oder mit Unterstützung eines Verkäufers bedienen sollen, welches Budget zur Verfügung steht und welcher Mehrwert geboten werden soll, Unterhaltung, Interaktivität oder Sortimentserweiterung. Die wichtigsten Punkte dabei sind mit Sicherheit die Schulung der Mitarbeiter und die ständige Aufbereitung neuer Inhalte, mit denen die Medien bespielt werden können.

4. Welche Herausforderungen gibt es bei der Implementierung?

Bei der Planung und Umsetzung der Digitalisierung des PoS gibt es viele Herausforderungen, die berücksichtigt werden müssen. Daher macht es durchaus Sinn bei externen Dienstleistern Hilfe zu suchen, die sich auf dieses Gebiet spezialisiert haben. Auch die Auswahl der technischen Hardware ist entscheidend.

5. Nutzen durch die Digitalisierung des PoS

Gelingt einem Shop die erfolgreiche Digitalisierung des PoS, hat er enorme Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Ladengeschäft. Die Kunden verweilen in der Regel länger am PoS und können mit zielgerichteten Medien bespielt werden, da die Inhalte in Echtzeit an die Zielgruppenbedürfnisse angepasst werden können. Durch die Digitalisierung sind auch ein erweitertes Sortiment, sowie eine umfangreichere Beratung der Kunden realisierbar. Diese können so außerdem die kombinierten Vorteile von Offline- und Onlinekauf genießen. Um in Zukunft neben den Onlineshops und -versandhäusern wettbewerbsfähig zu bleiben sollten Ladenbesitzer unbedingt die Digitalisierung Ihres Point of Sales und Ihres Angebots anstreben.

Zum Autor: Oliver Wanderscheck schnupperte bereits während seiner Schulzeit sehr früh „Medienluft“ und jobbte als freier Journalist u.a. für das DeutschlandRadio und die ProSiebenSat1 Group. Die Faszination „Internet“ führte ihn rasch nach seinem Studium in die „New Economy“, wo er für Unternehmen wie Freenet u.a. in den Bereichen Marketing und Business Development arbeitete und diese verantworte. Anschließend wirkte er einige Jahre als Medien-Berater. Die ständige Neugier an neuen Technologien führte ihn dann schließlich zu der ORBITVU GmbH, für die Herr Wanderscheck das Unternehmen in Deutschland und Österreich als Country Manager aufbaute und bis heute noch verantwortet.

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