„Vielfalt und Chancengleichheit beginnen mit der Einstellung“

Natürlich sollte an jedem Tag im Jahr entschieden gegen Diskriminierung eingetreten werden. Weil das leider nicht selbstverständlich ist, darf und muss mit einem Diversity-Tag (31. Mai) daran erinnert werden. Acht Statements aus gegebenem Anlass.
James White, Rachel Scheel, Andrea Buzzi, Marius Rausch und Jenny Gruner (von links oben im Uhrzeigersinn) gehen gegen Vorurteile an. ©Mareike Boehmer, Klaus Knuffmann, privat (3); Montage: absatzwirtschaft

„Warum wir über Diversität reden sollen? Weil sich unsere Welt gerade massiv verändert. Und jede Wirtschaft, jede Gesellschaft und jedes Unternehmen sowie jede einzelne Person muss sich ebenso assimilieren, um sich an den Wandel anzupassen. Es geht darum, Gemeinsamkeiten zu entdecken und die Gleichbehandlung aller Menschen zu erreichen. Daher ist es wichtig, menschliche Unterschiede zu verstehen, zu akzeptieren und zu respektieren, um Diskriminierung und Benachteiligung abzubauen.

Dabei geht es nicht um andere – es geht um Sie. Jeder von uns kann den ersten Schritt machen, um die Welt zu verändern. Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion beginnen mit der Einstellung. Achtsamkeit ist der erste Schritt, um sich seiner Vorurteile bewusst zu werden. Niemand ist wirklich frei davon. Sorgen Sie dafür, dass Vorurteile nicht Ihr Verhalten bestimmen. Und achten Sie darauf, dass Sie sie nicht verbreiten. Ihre Stimme macht den Unterschied.“

Jenny Gruner, Director Global Marketing, Hapag-Lloyd

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„Bei Xandr sind unterschiedliche Perspektiven und die globale Diversität unserer Mitarbeiter*innen eine Bereicherung für uns. Unterschiede stärken unsere Kreativität, Innovation und unser Verständnis füreinander, aber auch unser Umfeld. Wir wachsen über unsere Grenzen hinaus, wenn wir uns auf die Stärken und das Potenzial eines diversifizierten und inklusiven Teams stützen. Unser Führungsteam in Mitteleuropa besteht beispielsweise zur Hälfte aus Frauen, die in der Adtech-Branche gut vernetzt sind, auf verschiedenen Events auf der Bühne stehen und als Impulsgeber wahrgenommen werden.“

Marius Rausch, General Manager Central Europe, Xandr

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„Diversity ist für uns wichtig, denn in einem Team beziehungsweise in einem Unternehmen ist es elementar, unterschiedliche Stärken zu haben, damit diese zugunsten des Unternehmensziels wirken können. Bei Emetriq beginnen wir schon mit dem Bewerbungsprozess, uns auf die Stärken der Menschen zu fokussieren, indem wir mithilfe des Gallup-Strength-Finders gemeinsam mit den Kandidat*innen die eigenen Stärken in Bezug auf die zu besetzende Rolle reflektieren. Diversity ist für uns keine Erfüllung von Quoten, sondern das Leben und Nutzen der Unterschiedlichkeit.“

Nicole Schmalfuß, HR, Personal- und Organisationsentwicklerin, Emetriq

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„Unser Ziel bei HubSpot ist es, Millionen von Unternehmen zu helfen, besser und schneller zu wachsen. Der Schlüssel zu unserem Erfolg sind nicht nur unsere Kundinnen und Kunden, sondern auch unsere Mitarbeitenden. Wir sind fest entschlossen, unser Unternehmen so aufzubauen, dass es die Vielfalt unserer weltweiten Kundenbasis widerspiegelt. Als Unternehmen haben wir eine Verantwortung, diesen gesellschaftlichen Wandel nachhaltig voranzutreiben und faire Gemeinschaften und Chancen aufzubauen. Diversität und Inklusion genießen deshalb bei HubSpot Priorität, direkt neben Umsatz- und Kundenwachstum. Seit 2018 haben wir ein Diversity-Recruiting-Ziel, um uns der Entwicklung eines vielfältigen Teams zu verpflichten. Das Führungsteam hat dieses Ziel auf die unternehmensweite Roadmap gesetzt, weil wir fest daran glauben, dass Diversität und Unternehmenserfolg direkt zusammenhängen.

Die Tech-Branche muss mehr für die Förderung einer diversen und inklusiven Arbeitswelt tun. Je offener wir mit dem Thema umgehen und je eher wir anerkennen, dass kein Unternehmen schon alles im Griff hat, desto leichter wird es sein, einen erfolgreichen Weg in die Zukunft zu finden. Wir sollten uns stets im Klaren darüber sein, dass Vielfalt und Inklusion keine Universallösung sind, sondern vielmehr ein dauerhaftes Thema. Mitarbeitende brauchen keine Vorgesetzten, die auf alles eine Antwort haben, sondern Führungskräfte mit einer klaren Vision und einem Plan für den Aufbau und die Förderung eines Unternehmens, das wirklich alle Menschen und alle Hintergründe miteinbezieht.“

Kathleen Jaedtke, Head of Marketing DACH, Hubspot

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„Inklusion und Vielfalt sind entscheidende Faktoren für Unternehmenskultur, Produktivität, Kundenzufriedenheit und Mitarbeitermoral, um nur einige zu nennen. Um wirklich Einfluss auf Inklusion und Vielfalt am Arbeitsplatz nehmen zu können, bedarf es Intentionalität und einer großen Bereitschaft zum Handeln. Aus diesem Grund haben wir nicht nur mehrere Vollzeitstellen in unserem HR-Team geschaffen, sondern auch Ressourcengruppen für Mitarbeitende ins Leben gerufen, in denen die Mitarbeitende aus aller Welt als Communities zusammenkommen können, um sich für ihre besonderen Bedürfnisse einzusetzen. Außerdem gibt es ein explizites Programm für ‚Global Celebrations and Observations‘, das es uns ermöglicht, die Erfahrungen unserer Kolleg*innen zu würdigen und zu feiern. 

Wir möchten, dass im gesamten Unternehmen mehr über Vielfalt, Identität, Kultur und Unterschiede gesprochen wird und diese stärker betont werden. Deshalb nutzen wir gezielte interne Programme, um das Bewusstsein aller Mitarbeitender zu schärfen und integrative Räume zu schaffen. Ein aktuelles Beispiel ist unsere Veranstaltung ‚Power of Adaptability‘, die wir anlässlich des internen Frauentags durchgeführt haben. Dabei sprach unter anderem die in Deutschland geborene Vanessa Low mit uns über die Herausforderungen, die sie durch den Verlust ihrer Mobilität, ihrer Unabhängigkeit und letztlich des Vertrauens in sich selbst erfahren hatte, aber auch wie sie diese schließlich überwinden konnte und eine paralympische Goldmedaillengewinnerin wurde.“

James White, Senior Inclusion and Diversity Manager, Fastly

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„Beim Thema Diversität geht es oft um Fragen der ethnischen Herkunft oder des Geschlechts. Neben den typischen Mann/Frau/Divers-Kategorien wird die Relevanz von Diversität gerade in Fragen des Alters viel zu häufig vergessen. Genauer gesagt ignorieren die meisten kommunikativen Maßnahmen ältere Menschen gerne und oft. Viele PR-Kampagnen richtigen sich viel zu häufig an immer die gleichen jungen, vermeintlich agilen und digital-affinen Zielgruppen. Dabei haben gerade die erfahrenen Arbeitnehmer*innen und Manager*innen das Zeug dazu, die großen Gewinner der digitalen Transformation und des Fachkräftemangels zu sein. Schließlich haben sie die Erfahrung und das Know-how jede Herausforderung zu meistern.

Allein deshalb ist es auch wichtig, bei der Zusammensetzung von diversen Teams auch auf eine möglichst vielfältige Altersstruktur zu achten.“

Andrea Buzzi, Geschäftsführerin der PR-Agentur Frau Wenk

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„Wirkliche Vielfalt eröffnet uns die enorme Möglichkeit, die Zukunft unseres Unternehmens durch Wachstum und Innovation mitzugestalten. Indem wir uns für Gleichberechtigung und Repräsentation einsetzen, öffnen wir uns für unterschiedliche Hintergründe sowie Erfahrungen und bringen mehr Stimmen und Ideen ein. So fördern und stärken wir eine Kultur des Respekts und der Inklusion für alle.

Criteo verpflichtet sich ausdrücklich zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion und konzentriert sich dabei auf den Aufbau, die Pflege und die Stärkung von Programmen, die darauf ausgerichtet sind, unterschiedliche Talente zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten. Durch unsere unternehmensweiten Initiativen unterstützen wir eine Kultur der Zugehörigkeit, des sozialen Wandels, der Nachhaltigkeit und des Engagements unserer Mitarbeiter*innen. Das geht weit über eine reine Stellenbeschreibung hinaus und schafft eine positive Wirkung nach innen und außen.“

Rachel Scheel, SVP DEI & Sustainability, Criteo

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„Diversity ist am Arbeitsplatz aus vielen Gründen wichtig. Sie schafft ein Arbeitsumfeld, auf das die Mitarbeitenden stolz sind und das die Welt in ihrer ganzen Vielfalt und Lebendigkeit repräsentiert. Das hilft wiederum dabei, Talente an das Unternehmen zu binden und neue zu gewinnen. Diverse Teams verfügen über ein breiteres Spektrum an Fähigkeiten, Kreativität und Perspektiven. Das wirkt sich nachweislich auf Produktivität und Ergebnisse aus. Diversity entfaltet aber nur die volle Wirkung, wenn gleichzeitig auch Chancengleichheit und Inklusion aktiv gelebt werden. Diversity optimiert die Unterschiede, Inklusion sorgt dafür, dass all diese unterschiedlichen Menschen auch tatsächlich willkommen sind. Chancengleichheit verspricht, Möglichkeiten für alle in gleicher Weise zugänglich zu machen. Wir bei Usercentrics wollen dauerhaft ein Arbeitsumfeld bieten, das produktiv ist und dass die Mitarbeitenden glücklich und zufrieden macht. Deshalb arbeiten wir aktiv daran, DEI (Diversity, Equity, Inclusion) als grundlegendes Element unserer Unternehmensidentität auszubauen – mit einer Mischung aus Recruiting-Initiativen, Prozessoptimierung und der Schaffung von entsprechenden Angeboten und Gruppen.

Donna Dror, Chief Revenue Officer (CRO), Usercentrics

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