Radiozentrale ruft in neuer Kampagne zum Weghören auf

Die Dauerkampagne "Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf." erhält eine humorvolle Auffrischung. In den neuen Spots wird bewusst zum Weghören aufgerufen – dabei ist freilich einkalkuliert, dass das gar nicht so einfach ist.
Die Imagekampagne „Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf“ wurde 2007 durch die Radiozentrale initiiert. (© Radiozentrale, Screenshot: absatzwirtschaft)

„Denken sie jetzt nicht an eine gelbe Maus mit Sonnenbrille?“ Wer kennt ihn nicht, diesen kleinen psychologischen Trick – und ist nicht auch schon darauf hineingefallen? Die Radiozentrale, die Gattungsplattform des öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunks in Deutschland, macht sich diesen Kniff in ihren neuen Audiospots zunutze: „Bitte weghören! Ab jetzt.“ heißt es zu Beginn jedes der drei Werbespots.

Die dann folgenden Inhalte brauchen zwar keinen Disclaimer, trotzdem verstören sie die Zuhörenden im ersten Moment. Und genau das sollen sie auch: „bewusste Irritation und überraschenden Momente durch absurde Inhalte“ auslösen, wie es in einer Mitteilung der Radiozentrale heißt.

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Groteske Inhalte und skurrile Funfacts

Die Spots spielen gezielt mit scheinbar belanglosen und teils grotesken Inhalten, von skurrilen Funfacts bis hin zu absurden Gebrauchsanweisungen. Alles mit einem Ziel: zu zeigen, dass man beim Hören nicht einfach „wegsehen“ kann. Denn Weghören sei deutlich schwieriger als Wegschauen.

Die Kreation lag bei Ralf Heuel und Christian Fritsche von der Hamburger Agentur Grabarz & Partner. „Wir demonstrieren mit ‚Weghören unmöglich‘ nicht nur die akustische Durchschlagskraft von Radio, wir lassen es die Hörer persönlich erleben. Die Spots sind überdreht, bewusst absurd, manchmal fast banal. Aber genau darin liegt die Stärke: Man hört hin. Und bleibt dran“, so Grabarz-Geschäftsführer Heuel.

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Mehrfach preisgekrönte Kampagne

Mit der Reihe „Weghören unmöglich“ erhält die 2007 eingeführte, seither regelmäßig fortgesetzte und mehrfach preisgekrönte Gattungskampagne „Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf.“ eine neue Facette.

„Mit dieser Facette zeigen wir, dass Radio als Sinnesmedium eine enorme Aufmerksamkeit erzeugt. Hören ist der Eindringlichste aller Sinne und genau hier setzen wir an. Mit der neuen Kampagnenfacette schaffen wir ein auditives Erlebnis, das zeigt: Wer zuhört, kann sich dem nicht entziehen und die Wirkung, die wir erzielen, ist nachweisbar und einzigartig“, wird Grit Leithäuser, Geschäftsführerin der Radiozentrale, in der Mitteilung zitiert.

(tht, Jahrgang 1980) ist seit 2019 Redakteur bei der absatzwirtschaft. Davor war er zehn Jahre lang Politik- bzw. Wirtschaftsredakteur bei der Stuttgarter Zeitung. Der Familienvater hat eine Leidenschaft für Krimis aller Art, vom Tatort über den True-Crime-Podcast bis zum Pokalfinale.