Messebranche rechnet für 2026 mit mehr Veranstaltungen

Deutschland ist für Messen ein wichtiger Standort. Der Branchenverband rechnet für 2026 erneut mit Hunderten Veranstaltungen und knüpft allmählich wieder ans Vorkrisen-Niveau an.
Messe Stuttgart mehr Messen 2026
Die meisten Messen finden in Stuttgart statt: Hier zum Beispiel die Qunatum Effects 2025, eine Mobilitätsmesse für die Zukunft im Schwerlastverkehr. (© Messe Stuttgart)

Die deutsche Messebranche rechnet für dieses Jahr mit mehr Veranstaltungen und Ausstellern. An den rund 70 Messeplätzen in Deutschland sind insgesamt gut 320 Messen geplant, wie der Branchenverband Auma mitteilte. Mit rund 25 gebe es die meisten Branchenschauen in Stuttgart, gefolgt von Köln und Nürnberg mit jeweils 24 Veranstaltungen. 

Damit knüpft die Branche rein zahlenmäßig wieder ans Niveau vor der Corona-Pandemie an. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 vor der Krise gab es rund 350 Messen in Deutschland. 

Besucherzahlen steigen wieder

Im vergangenen Jahr seien etwas mehr als 300 Messen mit knapp 190.500 Ausstellern in Deutschland durchgeführt worden, teilte der Verband weiter mit. Rund 12,8 Millionen Besucherinnen und Besucher kamen zu den Veranstaltungen. Das waren demnach etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. 

Gleichwohl seien die Besucherzahlen auch mit Blick auf das Fachpublikum nach wie vor niedriger als vor der Pandemie, hieß es. Das habe auch mit höheren Reise-, Hotel- oder Transportkosten zu tun, teilte der Verband mit. Weitere Gründe seien sich ändernde Branchen sowie neue Gewohnheiten bei den Besuchern. Dennoch sei die Messewirtschaft eine der wenigen Branchen, die optimistisch auf die eigene Geschäftslage blicken.

Zu den großen Besuchermessen zählen die Grüne Woche und die Ifa in Berlin, die Automobilausstellung IAA, die 2026 als Messe für Nutzfahrzeuge in Hannover stattfindet, sowie die Gamescom in Köln. 

Einer Studie des Verbands zufolge gibt es in der Messewirtschaft in Deutschland rund 280.000 Arbeitsplätze. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden demnach in Deutschland statt.

dpa/ls