Sie würde gerne irgendwann mit einem Buckelwal schwimmen. Zunächst einmal wagt sie den selbstbewussten Sprung in die Arbeitswelt. Julia Rosada hat gerade ihr Start-up Kalydo gegründet. Der USP: Auch im Marketing ist KI ein Effizienzbooster, doch in der Content-Produktion ist die Entwicklung noch zäh und KI-Assets wirken oft generisch, fast wie leere Hüllen.
Mit Kalydo hat sie einen forschungsvalidierten Ansatz entwickelt, KI so einzusetzen, dass Content nicht nur schneller entsteht, sondern die individuellen Charakteristika einer Marke auch wirklich abbildet und dabei performance-optimiert ist. „Wir entwickeln einen skalierbaren Prozess, der markenspezifische Muster automatisch erkennt und zuverlässig reproduziert, sodass der Content die Markenidentität widerspiegelt und zugleich in der jeweiligen Zielgruppe messbar besser performt“, erklärt sie.
Nach dem Abitur hat die heute 32-jährige Essenerin ihren Bachelor in BWL gemacht, anschließend ein Gap Year mit Praktika bei der Otto Group und Unilever, danach den Master und dann promoviert.
Promotion führt direkt zur Start-up-Gründung
Worum ging es in der Promotion? „Ich habe untersucht, wie Künstliche Intelligenz Marketing auf Unternehmens- und Konsumentenseite verändert und welche neuen Möglichkeiten, aber auch welche Herausforderungen daraus entstehen“, erklärt sie. Auf dieser Forschung basiert auch ihr Start-up, mit dem sie bereits erste Kunden betreut.
Ihr ganzes Wesen wirkt wie ein kleines Feuerwerk, das Funken aus Neugier versprüht – und das ist ihr schon zugutegekommen. Zum Beispiel bei der Otto Group. „Eigentlich wollte ich bei Otto zwischen Bachelor und Master ein Marketingpraktikum machen; das war aber schon vergeben“, sagt sie. Stattdessen bekam Rosada eine Stelle im Bereich Business Intelligence angeboten.
Begeisterung für Data-Driven Business Models entfacht
Neuland für sie. Genau deshalb entschied sie sich dafür. „Das klingt jetzt vielleicht etwas pathetisch, aber es hat meine Begeisterung für Data-Driven Business Models entfacht“, verrät die Gründerin. „Big Data zu analysieren, hat meinen gesamten Karriereweg bis hierhin geprägt“, sagt sie, hebt die Hände und lässt ihren Blick in die Ferne wandern: „Konsumentenforschung auf eine andere Ebene zu heben – das hat mich fasziniert. Und ab dem Zeitpunkt habe ich mich digital positioniert.“
Den Offline-Modus liebt sie ebenfalls. Etwa, wenn sie durch Hamburg streift, ihre Wahlheimat, wo sie mit ihrem Partner lebt. Oder wenn sie laufen geht, „über Distanzen eines Halbmarathons“. Sport und Bewegung seien ihr Elixier. Und da kommt wieder der Wal ins Spiel, mit dem sie gerne einmal durchs Meer treiben würde: „Das ist wirklich ein großer Traum.“ Vielleicht geht er bald in Erfüllung – sobald Julia Rosada ihr Ziel erreicht: mit Kalydo auf der Erfolgswelle reiten. Ganz oben.
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Lieblingsmarke?
Apple
Tollste Werbung?
Der „Smart-for-Two“-Offroad-Spot
Persönliches Vorbild?
Habe ich nicht; Menschen, die mit Herz und Verstand anpacken, mutig sind und Verantwortung übernehmen, beeindrucken mich.
Bester Rat?
Begeisterung ist die nachhaltigste Form von Disziplin.
Was treibt dich an?
Neugier, Freude, die Lust, Zukunft aktiv mitzugestalten

