Hej Kim,
du kennst diese Frage, die so oft kommt: „Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ Vielleicht hast du damals irgendetwas gesagt, um die Neugier zu stillen – Ärztin, Ballerina oder vielleicht auch gar nichts. Die Wahrheit ist: Du warst nie jemand, der sich lange mit nur einer Antwort zufriedengibt. Und genau das wird dich ausmachen.

Von außen wird man dir Sprunghaftigkeit unterstellen. Erst der Wunsch, ausschließlich Mutter und Hausfrau zu sein, dann das Liebäugeln mit einem Kunstgeschichtsstudium, dann plötzlich doch BWL. Vom Finance-Bereich zur Verlagsleitung für Frauenmagazine, von der Unternehmensberatung zur Gründung einer eigenen Agentur. Kaum irgendwo länger als zwei bis drei Jahre. Du wirst oft denken: „Wo ist der rote Faden?“ Aber lass dir sagen: Er war immer da, auch wenn du ihn nicht gleich gesehen hast.
Suche nach neuen Impulsen und tiefe Wurzeln in Beständigkeit
Es sind nicht die Themen, die dich antreiben – es sind die Menschen. Die Beziehungen, die Verbindungen, die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu schaffen und zu bewegen. Dein roter Faden ist nicht linear; er ist lebendig, flexibel und von Neugier und Ambition durchzogen. Und er macht Sinn, weil er dich zu der Person macht, die du bist: Jemand, der immer nach neuen Impulsen sucht und gleichzeitig tiefe Wurzeln in Beständigkeit hat – sei es bei Werten, Freundschaften oder bei deinen Lieblingsorten.
Du wirst lernen, dass das Spannungsfeld zwischen Sprunghaftigkeit und Beständigkeit keine Schwäche ist, sondern eine Stärke. Es erlaubt dir, frisch zu denken und gleichzeitig eine verlässliche Konstante für andere zu sein. Und du wirst sehen: In einer Welt, die sich ständig verändert, wird genau das gebraucht.
Bleib neugierig, bleib dir treu! Und vor allem: Vertraue darauf, dass das Beste erst noch kommt!
Dein älteres Ich
