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Chance 2018: Vom Blade-Runner-Szenario zur Realität – wer Künstliche Intelligenz den Großen überlasst, verliert

Was uns Blade Runner über Künstliche Intelligenz lehrt und wie Unternehmen jetzt der richtige Einstieg gelingt, wissen unserer beiden Gastautoren vonVORN Strategy Consulting. Dafür, wie der KI-Einstieg gelingt, haben sie fünf Schritte parat.

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Ein Gastbeitrag von Vincent Schmidlin, Chief Strategy Officer Hirschen Group und Managing Director VORN Strategy Consulting und Sebastian Neis, Strategy Consultant bei VORN Strategy Consulting 

Im neuesten Blade Runner 2049 taucht der Zuschauer ein in die Dystopie eines Los Angeles, das mit dem von uns Bekannten nicht mehr viel zu tun hat. Eine trostlose Welt, dominiert durch einen skrupellosen KI-Mega-Konzern, der die Macht über Technologie und Daten fest im Griff hat.

Dieses Film-Szenario wirft eine Frage auf, die auch für uns brandaktueller nicht sein könnte: Möchten wir eine Welt, in der nur einige Wenige die Entwicklung rund um Künstliche Intelligenz diktieren? Entsprechend wird KI auch 2018 die Diskussionen beherrschen, denn für Unternehmen und Marken gilt es diesen Einfluss nicht zu unterschätzen und für sich zu nutzen.

KI ist bereit für ihr Business

Schaut man sich die Berichterstattung zu KI an, kann schnell der Eindruck entstehen, dass das Blade-Runner-Szenario bereits dabei ist Realität zu werden. Ob Google mit „Deep Mind“ oder IBM’s „Watson“, die Großen sind schon dabei, sich den Kuchen aufzuteilen. Auf andere und vor allem kleine Unternehmen kann das erstmal abschreckend wirken. KI ist für sie noch zu komplex und zu weit entfernt, um sich damit zu beschäftigen. Doch es wäre ein Fehler das Spielfeld um KI nur den Großen zu überlassen. Die Mehrwerte von KI sind für Unternehmen und ihre Kunden einfach zu vielfältig, um sich jetzt komplett abhängen zu lassen. Es gilt jetzt den ersten Sprung zu wagen, um von den vielen Chancen der neuen Technologie langfristig profitieren zu können.

Mit folgenden fünf Schritte gelingt Unternehmen jetzt der richtige Einstieg

1. Weitläufig umschauen

Für Unternehmen kommt es darauf an, sich die Zeit zu nehmen und sich erst einmal umfassend mit dem Themenfeld „Künstliche Intelligenz“ vertraut zu machen. Von Studien über Artikel bis zu Online-Seminaren gibt es zahllose Möglichkeiten sich ein Grundverständnis über die Chancen und Herausforderungen aufzubauen. Zudem lohnt der Austausch mit Experten und Start-ups zum Thema KI, um wertvolle Perspektiven aus der Praxis zu bekommen und den nötigen Schwung für die wichtigen nächsten Schritte mitzunehmen.

2. Groß träumen

Mit einem breiten Überblick über Künstliche Intelligenz als Fundament gilt es als nächstes eine klare Leitplanke für die zukünftigen Schritte zu entwickeln. Denn nur über eine nachhaltige und inspirierende Vision, als strategische Basis, kann es gelingen Mitarbeitern und Maßnahmen die nötige Führung zu geben. Wie sieht die „KI Vision 2025“ für Ihr Unternehmen aus?

Geht es um Verbesserungen der bestehenden Strukturen bzw. Produkte durch KI? Oder um vollkommen neue Dienstleistungen, die Ihr Angebot in eine völlig andere Richtung führen? Wie ein Leuchtturm legt die Vision diese übergeordnete Richtung fest und dafür sollte immer gelten: groß träumen und weit denken.

3. Tief eintauchen

In die bestehende Technologie- und Datenstruktur des Unternehmens. Ausgehend von der Vision sollte man genau analysieren, welche Bausteine bereits vorhanden sind, um das zu erreichen, was man erreichen will und wo sich noch Lücken auftun. Zusätzlich braucht es ein tiefes Verständnis für die Treiber und Barrieren der Zielgruppe in Punkto Künstliche Intelligenz, um Angebote zu entwickeln, die einen echten Mehrwert bieten.

4. Kreativ und kraftvoll abspringen

Mit der Vision als Sprungbrett und den Insights zu Strukturen sowie Zielgruppen können Unternehmen sich an die Entwicklung von ersten Produkt- und Service-Prototypen machen. Hier haben sich Design Thinking Prozesse bewährt, bei denen Mitarbeiter und die Zielgruppe kollaborativ eingebunden sind. Aus einer Vielzahl erster Ideen werden durch konstantes Testen und Weiterentwickeln am Ende greifbare Prototypen – worauf dann erste Pilotprojekte aufgesetzt werden.

5. Konstant evaluieren

Grundvoraussetzung, um erfolgreich die Chancen durch KI zu nutzen, ist eine konstante Evaluierung der Projekte und Initiativen. Nur wenn Unternehmen sich zum Start dieser Maßnahmen genau über die richtigen Erfolgsgrößen im Klaren sind, können sie nachhaltig agieren. Dazu gehört es mögliche Szenarien genau be- und durchdacht zu haben, um schnell die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Denn auch wenn Künstliche Intelligenz Unternehmen enorme Mehrwerte bietet, nimmt es am Ende nicht alle strategischen Entscheidungen ab.

Fazit

KI hat die Leinwände der Kinos schon längst verlassen und ist mitten in unserem Alltag angekommen. Um das Feld dabei nicht nur den Technik-Riesen zu überlassen, sollte jedes Unternehmen jetzt anfangen die vielen Chancen von Künstlicher Intelligenz für Menschen und Marken zu nutzen.

Über die Autoren:

Vincent Schmidlin ist Chief Strategy Officer und Partner der Hirschen Group, die zu den fünf größten inhabergeführten Agenturgruppen Deutschlands zählt sowie Managing Director von VORN Strategy Consulting. 2014 bündelte Schmidlin die Strategie- und Consulting-Kompetenzen der Hirschen Group und schaffte das neue Angebot: VORN Strategy Consulting – die Marken- und Managementberatung für das digitale Zeitalter. 

Sebastian Neis ist Strategy Consultant bei VORN Strategy Consulting in der Hirschen Group. Er betreut dort ein breites Spektrum an Marken vom Konsumgüterhersteller über Industrieunternehmen bis zum Finanzdienstleister und unterstützt sie besonders gerne bei Herausforderungen rund um die digitale Transformation.

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