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Deutschland arbeitet flexibel… also so von von acht bis zehn

Wann ist es Zeit zu gehen?

Wirkliche Flexibilität am Arbeitsplatz ist in Deutschland bislang nur eine Randerscheinung. Und das obwohl drei Viertel der Deutschen flexible Arbeitszeiten oder Arbeitsorte als wichtig bezeichnen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Indeed.

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Das Angebot von flexiblen Arbeitsmodellen ist für drei Viertel der deutschen Arbeitnehmer ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Wahl des Arbeitsplatzes. Rund 40 Prozent bezeichnen Flexibilität in der Umfrage von Indeed als wichtig, weitere 35 Prozent sogar als sehr wichtig. Dies deckt sich mit den Daten: Die Suchen nach flexiblen Arbeitsmodellen haben sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt. Trotzdem gaben nur 57,2 Prozent der Befragten an, dass ihr Unternehmen Angebote für solche Arbeitsmodelle macht.

Die Wirklichkeit: Scheinflexibilität

57,2% der Unternehmen machen Angebote zur flexiblen Arbeitsgestaltung - 75,4% der Bewerber ist das bei der Unternehmenswahl wichtig oder sehr wichtig. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/110144 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Indeed / Statista"

Indeed, Statista

Allerdings sind diese Angebote häufig eher scheinflexibel. Zwar sind Home Office-Regelungen schon bei 39 Prozent der Arbeitnehmer angekommen, darüber hinaus gehende Regelungen zur Wahl des Arbeitsortes sind aber eher selten. Vollkommene örtliche Flexibilität mit Vertrauensarbeitsort genießen nur rund acht Prozent der Arbeitnehmer.

Ähnlich verhält es sich mit der zeitlichen Flexibilität. Für die meisten Deutschen erschöpft sich diese im Modell „Kernarbeitszeit mit Gleitzeit“. Immerhin 74 Prozent der Arbeitnehmer kommen in den Genuss dieser Regelung. Von wirklicher Flexibilität im Sinne einer Vertrauensarbeitszeit mit totaler zeitlicher Unabhängigkeit profitieren hingegen nur 24 Prozent. Für 22 Prozent der Arbeitnehmer bedeutet zeitliche Flexibilität in der Praxis lediglich, dass es feste Tage gibt, an denen man früher gehen darf.

Kein Sabbatical

Andere Modelle fristen in Deutschland nur eine Randerscheinung. Die Möglichkeit, eine zeitlich begrenzte Auszeit vom Job zu nehmen („Sabbatical“) haben nur zehn Prozent der Arbeitnehmer. Den Job mit einem Kollegen oder einer Kollegin teilen („Job Sharing“) können nur rund fünf Prozent.

Für 40 Prozent der Bewerber ist der Standort das wichtigste Kriterium bei der Jobwahl, wie eine Indeed-Studie aus dem letzten Jahr zeigte. Mit dem Angebot örtlicher Flexibilität fällt dieses Bewerbungshindernis weg.

 

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