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Amazon wird zum Pillenriesen: Die Handelskette kauft US-Versandapotheke PillPack

Amazon steigt im Apotheken-Markt ein

Amazon steigt mit der Übernahme der amerikanischen Online-Apotheke PillPack in den Medikamentenhandel ein. PillPack spezialisiert sich auf die Betreuung von Patienten, die Arzneimittel auf Rezept bekommen: Die Firma stellt die Medikamente zusammen, organisiert den Versand und sorgt auch für Nachschub bei chronischen Erkrankungen. Amazon nannte am Donnerstag keinen Kaufpreis.

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PillPack gab bekannt, dass sie einen Fusionsvertrag mit Amazon abgeschlossen haben. PillPack ist eine Apotheke, die entwickelt wurde, um Medikamente schnellstmöglich an den Kunden zu senden. Sie koordinieren das Nachfüllen und erneuern von Medikamenten, auf kürzestem Wege. „Das visionäre Team von PillPack verfügt über eine Kombination aus fundierter Apothekenerfahrung und einem Fokus auf Technologie“, so Jeff Wilke, CEO von Amazon Worldwide Consumer. „PillPack verbessert das Leben seiner Kunden erheblich und wir möchten ihnen helfen, weiterhin Zeit zu sparen, das Leben zu vereinfachen und sich gesünder zu fühlen.“ Das Unternehmen erklärte, sie hätten rund 118 Millionen US-Dollar von Investoren eingeworben, darunter CRV und Menlo Ventures und erreichten im Jahr 2017 einen Umsatz von über 100 Millionen US-Dollar. Den Kaufpreis, den Amazon für PillPack hinlegte nannte das Unternehmen am Donnerstag allerdings nicht.

Auch Wal-Mart war an PillPack dran

Der weltgrößte Online-Händler war wohl nicht der einzige Interessent: Im April hatte der Fernsehsender CNBC berichtet, PillPack stehe vor der Übernahme durch den Supermarkt-Riesen Wal-Mart. Der Preis liege unterhalb der Marke von einer Milliarde Dollar, hieß es damals unter Berufung auf informierte Personen. Wal-Mart baut gerade massiv sein Online-Geschäft aus, um Amazon Paroli zu bieten.

An der Börse wurde der Zukauf als Beginn einer Attacke von Amazon auf den Apotheken-Markt in den USA aufgenommen. Die Aktien der großen Drogerie-Ketten, die auch als Apotheken agieren, brachen ein. Die Papiere von Walgreens und CVS verloren zum Handelsstart am Donnerstag gut neun Prozent, der Kurs von Rite Aid sackte sogar um rund 13 Prozent ab.Hierzulande erwarten Branchenkenner in den nächsten Jahren einen Amazon-Angriff auf den deutschen Apotheken-Markt. Laut einer aktuellen Studie von Sempora Consulting über den Apothekenmarkt steht Amazon schon so gut wie vor der Tür. Auch hierzulande könnte Amazon den Apothekenmarkt aufmischen. So erwarten Branchenkenner in den nächsten Jahren einen Amazon-Angriff, so berichtet es Wallstreet-Online. Laut einer aktuellen Studie von Sempora Consulting über den Apothekenmarkt steht Amazon schon so gut wie vor der Tür.

Mit Infos der dpa

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