Grok erstellt Bilder nur noch für zahlende Nutzer

Elon Musks KI-Chatbot Grok auf der Online-Plattform X sorgt immer wieder für Aufruhr. Nun dürfte X die Nutzung der Künstlichen Intelligenz eingeschränkt haben.
Electronic Portable Device Illustration Images The X app, formerly known as Twitter is seen while a user scrolls through his feed in this photo illustration taken on 10 November, 2023 in Warsaw, Poland. Warsaw Poland PUBLICATIONxNOTxINxFRA Copyright: xJaapxArriensx originalFilename: arriens-electron231110_npcWv.jpg
Auf X, der Social Media Plattform von Elon Musk, können nur noch zahlende Abonnentinnen und Abonnenten Bilder generieren. (© IMAGO/Jaap Arriens)

Nutzer ohne bezahltes Abo können aktuell bei der Online-Plattform X keine Bilder mit der Künstlichen Intelligenz Grok erstellen oder bearbeiten lassen. 

X war in den vergangenen Tagen vermehrt in die Kritik geraten. Nutzer können den KI-Chatbot bislang dazu auffordern, freizügige Bilder von Menschen zu generieren – auch von Kindern. Auf der Plattform finden sich etliche Beispiele, bei denen die KI unter normalen Bildern aufgefordert wird, diese zu sexualisieren. Oft kommt Grok der Aufforderung nach. 

Bittet man Grok nun auf X, ein Bild zu generieren oder zu bearbeiten, antwortet der Bot: „Die Bilderzeugung und Bearbeitung ist derzeit auf zahlende Abonnenten beschränkt.“ Danach folgt ein Link, um ein solches Abo abschließen zu können. Der britischen Zeitung „The Guardian“ zufolge ist die Funktion den meisten X-Nutzern damit nicht mehr zugänglich.

Die EU hatte am Donnerstag angekündigt, einen nächsten Schritt bei Ermittlungen gegen das Unternehmen von Elon Musk gehen zu wollen. Die Europäische Kommission habe die US-Firma aufgefordert, interne Dokumente zu Grok nicht zu vernichten, sondern bis Ende des Jahres aufzubewahren, sagte ein Sprecher. Es gebe Zweifel daran, ob sich X an europäische Digitalgesetze halte.

Bereits mit Lobpreisungen für Hitler schockiert

An Silvester entschuldigte sich der Chatbot dafür, ein Bild von zwei Mädchen im Teenager-Alter „in sexualisierten Outfits“ erstellt und geteilt zu haben. „Es handelte sich um ein Versagen unserer Sicherheitsvorkehrungen, und ich entschuldige mich für alle dadurch entstandenen Schäden“, schrieb Grok auf X. Im Sommer hatte Grok bereits mit Lobpreisungen für Adolf Hitler schockiert. 

Kritik an der KI kommt auch aus Großbritannien. Premierminister Keir Starmer bezeichnete die Deepfake-Bilder von Kindern als «widerlich». Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom hatte X am Montag um dringende Stellungnahme gebeten.

dpa/ls