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Whatsapp konkretisiert Geschäftsmodell: Gebühren statt Werbung, jetzt müssen Firmen zahlen

Für die Kommunikation mit Unternehmen gibt es jetzt ein neues Finanzierungsmodell

Whatsapp will der nach eigenen Worten noch recht „rudimentären“ Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden ein Ende bereiten und jetzt Professionalität walten lassen. Dafür will der Messenger-Dienst dann aber auch Geld verlangen.

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„Wir haben von Geschäftseigentümern gehört, die mit hunderten von Kunden von einem einzigen Smartphone aus kommunizieren, und von Leuten, die sich nicht sicher sind, ob das Geschäft, mit dem sie über WhatsApp kommunizieren, authentisch ist“, beschreibt Whatsapp in seinem Blog das Problem, das es jetzt mit neuen Business-Funktionen gelöst werden soll.

Neue Business-Tools

Künftig würden die eine Milliarde Whatsapp-Nutzer daher offizielle Unternehmensaccounts an einem grün-gezackten Siegel mit weißen Haken erkennen. Da Whatsapp die Telefonnummern verifiziert, könnten die Nutzer sicher sein, dass es sich um klar identifizierte Profile handelt. Wenn Nutzer nicht möchten, dass sie von einem bestimmten Unternehmen kontaktiert werden, könnten sie es blockieren. Weiterhin teste Whatsapp probeweise neue Tools wie eine Business-App für kleine bis mittelgroße Unternehmen, und eine Unternehmenslösung für Großunternehmen mit globaler Kundschaft, wie zum Beispiel Fluggesellschaften, Onlinehandel und Banken. Diese Unternehmen können die Lösungen dazu nutzen, um ihre Kunden über nützliche Informationen wie Flugzeiten, Lieferbestätigungen und andere Informationen zu benachrichtigen. Insgesamt gesehen würde ein solches Modell eine Abkehr von Facebooks typischem Geschäftsmodell bedeuten, das seine Dienste über Werbung finanziert.

Keine Werbung, dafür Geld

Diese neuen Kundenkommunikation-Tools sollen nach Informationen des „Wall Street Journals“ allerdings nicht umsonst sein, sondern etwas kosten. Wie viel, verriet WhatsApp-Manager Matt Idema der Zeitung nicht. „Wir wollen eine Grundlage dafür schaffen, damit Menschen Unternehmen Kurzmitteilungen schicken können und die Antworten, die sie wollen, bekommen“, sagte Idema. „Wir haben vor, dafür von Unternehmen in der Zukunft Geld zu verlangen.“

Facebook hatte WhatsApp im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar übernommen. Zuletzt gab es Kontroversen mit Datenschützern über einen Austausch von Nutzerdaten zwischen WhatsApp und Facebook, in Europa liegen die Pläne auf Eis.

Mit Informationen der dpa

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