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Was Blogger antreibt und wieviel sie verdienen

Die Betreiber von Rankseller, einem Marktplatz für Blog-Marketing und Blog-Vermarktung, werfen mit einer Studie einen Blick hinter die Kulissen der „Blogosphäre“ hierzulande. Denn bislang gebe es kaum Zahlen, Daten und Fakten über die Motivation von Bloggern. Mehr als 2.300 von ihnen gaben Auskunft. Die Mehrheit verdient mit den Plattformen zwar Geld, aber davon leben können die wenigsten der Blogger.

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Fast die Hälfte der befragten Blogger (45,8 Prozent) betreibt die Plattformen inzwischen bis zu drei Jahre, aber mit 26 Prozent gibt es auch einige „alte Hasen“, die bereits seit über fünf Jahren regelmäßig Informationen online zusammentragen. Auf nur einen Blog konzentrieren sich dabei 33,6 Prozent, während 35,3 Prozent zwei bis drei und 21 Prozent sogar mehr als fünf gleichzeitig mit Text befüllen. Pro Monat werden überwiegend fünf bis zehn Artikel veröffentlicht (25 Prozent), auf 31 bis 50 Beiträge kommt der geringste Teil der Blogger (9,1 Prozent). Inhaltlich liegen die Themenbereiche „Heim und Garten“, „Erotik und Liebe“ sowie „Gesundheit und Ernährung“ vorn. Shopping bildet das Schlusslicht der Top-Ten-Themen und ist demnach weniger begehrt als „Business-Content“ oder „Bildung und Wissen“.

Geringe monatliche Ausgaben

Der Grund dafür einen Blog aufzusetzen, war bei dem Großteil der Befragten nicht in erster Linie finanzieller Natur, nur 38,2 Prozent haben dies von Anfang an beabsichtigt. Den Bloggern geht es vielmehr darum, sich mit Themen zu beschäftigen, die sie interessieren und zu denen sie sich fundiert äußern können. Das macht sich bezahlt, denn von den Studienteilnehmern verdienen 71 Prozent mit ihrem Webangebot Geld. Davon leben können aber nur die wenigsten: Bei 63,5 Prozent liegt der monatliche Verdienst unter 300 Euro, während die Blogs nur bei 13 Prozent über 1.000 Euro in die Kasse spülen. Folglich interessieren sich auch fast alle Blogger (91,4 Prozent) für Kooperationen mit Unternehmen.

Ein Großteil nutzt die Social-Media-Kanäle wie auch Suchmaschinenwerbung für sein Marketing, um sich für potenzielle Kooperationspartner positiv darzustellen. Obwohl das Interesse an dem Blog als Einnahmequelle groß ist, sind die Betreiber kaum bereit, Geld in ihre Online-Präsenzen zu stecken. Über die Hälfte von ihnen (51,3 Prozent) gibt monatlich weniger als 20 Euro für ihren Blog aus, nur knapp 30 Prozent investieren mehr als 50 Euro.

Huffington Post: Erfolgschancen in Deutschland?

Entgegen dem deutschlandweiten Trend, Online-Inhalte kostenpflichtig anzubieten, plant das rein werbefinanzierte US-Unternehmen Huffington Post in Zusammenarbeit mit der Tomorrow Focus AG auch hierzulande einen Ableger. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Aggregieren von Inhalten. Davon profitieren Blogger, indem sie Texte auf der Plattform einstellen und dadurch zusätzlichen Traffic erhalten.

Rankseller wollte wissen, ob das für die Blogger ein Thema ist. 29,7 Prozent glauben, dass sich das Format in Deutschland etabliert und 25,9 Prozent würden sich auch daran beteiligen. Indes zweifeln 20,7 Prozent den Erfolg an, knapp die Hälfte kennt das Angebot noch gar nicht. Die Studienautoren schlussfolgern: „Will die Huffington Post die deutsche Bloggerlandschaft erobern, hat sie noch einiges zu tun, um eine ähnlich bunte Themenvielfalt anbieten zu können wie in den USA“.

Blogs als Werbeplätze interessant

„Auch wenn die Blogs als journalistische Angebote immer noch nicht richtig ernst genommen werden, stellen wir fest, dass immer mehr Unternehmen sie für Werbekampagnen nutzen, um ohne Streuverluste ihre Zielgruppen zu erreichen. Dies kommt insbesondere Bloggern entgegen, die ihr Angebot gewerblich nutzen“, sagt Rankseller Geschäftsführer Coskun Tuna. Dafür sei es jedoch wichtig, die eigene Plattform so attraktiv wie möglich zu gestalten. Er hält Investitionen von 20 Euro im Monat perspektivisch für nicht ausreichend. Seine Begründung: „Es zeichnet sich ab, dass die Blogger zunehmend wie Mikro-Verlage agieren, also beispielsweise auch Artikel und Marketing einkaufen, um ihr Webangebot bekannter zu machen.“ (Rankseller/asc – Foto: strixcode/Fotolia.com)

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