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Schluss mit Durchleuchtung: Google will Scannen von Gmails stoppen

Google will damit aufhören, die Mails seiner Gmail-Nutzer für Werbezwecke zu scannen. Damit soll den Nutzern die Sorge um ihre Privatsphäre genommen werden.

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Bei der Unternehmensversion G Suite verzichtet Google längst darauf, die Mails seiner zahlenden Kunden zu scannen. Diese Politik möchte der Suchriese nun auch auf seine Gratis-Version Gmail übertragen, heißt es in einem Beitrag von Diane Greene, SVP von Google Cloud, im Google Firmenblog.

Scanning rief Aktivisten auf den Plan

Um die Anzeigen zu personalisieren und individuelle Marketing-Botschaften zu verschicken, wurden die Mails der nicht-zahlenden Kunden seit dem Start von Gmail im Jahr 2004 von Algorithmen durchleuchtet. Dies stieß bei Aktivisten allerdings auf Protest, komme das Scannen doch dem unrechtmäßigen „Abhören“ seiner Benutzer gleich. Googles Datensammelwut zog sogar Auseinandersetzungen vor Gericht nach sich.

Google-Suche oder YouTube werden neue Quellen

Um diese Bedenken auszuräumen, möchte Google die Praktiken des Gratis-Gmail-Services jetzt an die der kostenpflichtigen G Suite anpassen. „Nach dieser Änderung werden Gmail-Inhalte nicht mehr für die Personalisierung von Werbung verwendet oder gescannt“, schreibt Greene. Statt die Daten aus dem Targeting zu ziehen, werde sich Google fortan anderer Quellen wie beispielsweise der Google-Suche oder YouTube bedienen. „Diese Entscheidung bringt Gmail-Anzeigen in Einklang mit der Art und Weise, wie wir Anzeigen für andere Google-Produkte personalisieren. Die Anzeigen basieren auf den Einstellungen der Benutzer. Benutzer können diese Einstellungen jederzeit ändern, einschließlich der Deaktivierung von Anzeigen-Personalisierung.“

Wirklich das Ende der Durchleuchtung?

Diese Aussage könnte allerdings bedeuten, dass Benutzer nun zwar den Erhalt personalisierte Anzeigen deaktivieren können, sich aber nicht völlig dem Scanning entziehen können. Denn um seine Benutzer vor Spam, Hacking und Phishing zu schützen, wird Google die Mails seiner 1,2 Milliarden Gmail-Kunden sicher – gezwungenermaßen – weiter durchforsten müssen.

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