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Sabbatical: Viele Arbeitnehmer wünschen sich eine Auszeit, doch Unternehmen spielen nicht mit

Das Karriere-Netzwerk Xing hat eine Studie zu Sabbaticals durchgeführt und dafür knapp 1.500 deutsche Arbeitnehmer repräsentativ befragt. Ergebnis: Jeder Zehnte hat bereits eine Auszeit genommen, jeder Fünfte liebäugelt damit. Oft bleibt es aber beim Wunsch.

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58,6 Prozent derjenigen, die sich eine längere Auszeit wünschen, behalten diesen Wunsch für sich. Fast ein Fünftel (18,8 Prozent) konnten konnten ein Sabbatical nur mit Einschränkung und geringerer Dauer durchsetzen. Immerhin: in 17,2 Prozent der Unternehmen, in denen Auszeiten möglich sind, werden diese aktiv gefördert. Das ergibt eine Studie wurde im Auftrag von Viking, die im Juni 2017 durchgeführt wurde.

Der Wunsch nach einem Sabbatical

10,1 Prozent der Deutschen haben der Xing-Studie zur Folge bereits eine Auszeit genommen. Weitere 21 Prozent der Berufstätigen liebäugeln mit einer beruflichen Verschnaufpause. Damit beschäftigt sich in Summe immerhin ein Drittel der deutschen Berufstätigen aktiv mit dem Thema Auszeit. Dabei gilt: Je jünger, desto stärker der Wunsch nach einem Sabbatical. 14,3 Prozent der 18 bis 24-Jährigen haben schon einmal eine berufliche Pause eingelegt, 28,6 Prozent möchten künftig eine nehmen. Im Vergleich dazu fällt die Sabbatical-Euphorie bei den 50 bis 59-Jährigen mit jeweils 6,6 und 15,8 Prozent eher gebremst aus.

Sabbatical für Frauen deutlich wichtiger

Für 56,1 Prozent der Sabbatical-Interessierten steht die geistige und körperliche Erholung an erster Stelle der Gründe für eine Auszeit, dicht gefolgt von 42 Prozent der Befragten, die die Zeit für eine Fernreise nutzen möchten. Aus- und Weiterbildung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Fast ein Drittel der Deutschen nutzt ein Sabbatical für die eigene Weiterentwicklung. Dabei ist dieser Aspekt für Frauen deutlich wichtiger als für Männer.

Es gibt aber auch selbstlose Gründe. 12,1 Prozent der Berufstätigen nehmen sich eine Auszeit, um sie für die private Pflege von Angehörigen zu nutzen. Darüber hinaus beeinflusst die familiäre Situation die Einstellung der Beschäftigten zum Sabbatical. So haben im Durchschnitt aller Altersgruppen bereits 13,7 Prozent der berufstätigen Eltern eine Auszeit genommen, während nur 8,4 Prozent der Kinderlosen eine längere Auszeit in Anspruch nahmen. 

Nicht vergessen darf man, dass auch Geld eine wichtige Rolle spielt. In den allermeisten Fällen erhalten die Arbeitnehmer während eines Sabbaticals kein Gehalt. Ab einem Bruttoeinkommen von 5.000 Euro haben überdurchschnittliche 14,4 Prozent der Befragten bereits eine Auszeit genommen und liegen damit deutlich über den Angaben der niedrigeren Einkommensgruppen.

Über diese Studie:

Diese Studie wurde im Auftrag von Viking im Juni 2017 durchgeführt. Es wurden insgesamt 514 deutsche  Arbeitnehmer im Mindestalter von 18 Jahren befragt, sowie vier Experten interviewt.

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Kommentare

  1. Nach 6 Monaten Sabbatical (davon 5 Monaten auf Weltreise) kann ich nur jedem, der der die Möglichkeit hat, empfehlen sich die Auszeit vom Alltag zu gönnen.
    Wenn nicht soziale Verpflichtungen oder die eigenen Finanzen dagegen sprechen sollte man nicht zögern. Außerdem braucht man in vielen Ländern weniger Geld als in Deutschland. Die Erfahrungen, Erlebnisse und neuen Eindrücke sind nicht mit Geld zu bezahlen und man kann lange von ihnen zehren, wenn man wieder im Hamsterrad ist.

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