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In drei Schritten zu erfolgreichem Storytelling

Was sollten Unternehmen beim Storytelling beachten?

Storytelling ist defintiv ein Buzzword. Aber eins von den Guten. Denn es ist eine zeitlose Kompetenz, die kein Luxusbestandteil einer Marketingstrategie ist. Sowohl Global Player als auch regionale Mittelständler können Storytelling erfolgreich einsetzen. Mit drei einfachen Schritten kann das gut funktionieren.

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1. Menschen lieben gute Geschichten

Eine interessante Geschichte ist der leckere Kuchen, in den der Zettel mit der Werbebotschaft eingebacken ist. Fakten und „Kauf mich“-Botschaften erbringen schon lange nicht mehr den gewünschten Kaufeffekt beim Konsumenten – egal ob er Offline oder Online einkauft. Da die Anzahl der Marken, Produkte, Botschaften und Kommunikationskanäle heute so groß ist, müssen Unternehmen versuchen andere Wege zu gehen. Einer davon ist der Weg einer gut durchdachten Geschichte. Eine überzeugende und berührende Story spricht Menschen am besten an. Ein Beispiel liefert die wohl erfolgreichste Crowdfunding-Künstlerin Amanda Palmer, die einen vielbeachteten Vortrag auf der TED Konferenz gehalten und mittlerweile auch ein Buch geschrieben hat: „The art of asking“.

2. Social Media ist das neue Lagerfeuer

Etwa drei Viertel aller CMOs weltweit sehen in Content Marketing die Zukunft des Marketings und etwa zwei Drittel sprechen speziell dem Storytelling eine wichtigere Rolle zu als PR, Print und Direct. Das liegt hauptsächlich an der Veränderung in der Beziehung zwischen Konsumenten und Unternehmen. Denn durch soziale Medien scheint der Konsument viel mehr über das Unternehmen lernen zu können und erhält Einblicke, die er vorher nicht hatte. Der direkte Austausch mit den Verbrauchern wächst, auch wenn sich viele Unternehmen immer noch sehr schwer damit tun. Storytelling erweitert das Prinzip des Erzählers, auch auf Social Media-Kanälen.

Ein Beispiel einer mobilen Kampagne: VISA Stories versuchte Geschichten in nur sechs Sekunden zu erzählen. Denn die Aufmerksamkeitsspanne von Rezipienten liegt laut einer Untersuchung nur bei 6,5 Sekunden. Dieser Fakt war die Kampagnenidee: Also erzählte das Unternehmen kleine Geschichten davon, was man mit einer VISA Karte alles machen kann. Dabei integrierten sie den Hashtag #goinsix.

3. Eine gute Geschichte startet in der Mitte

Viel zu oft fangen Geschichtenerzähler oder Vermarkter mit Details an und bauen ihre Geschichte chronologisch auf. Das passiert gerade bei Vorträgen sehr oft. Damit bringen sie ihr Publikum schnell zum einschlafen. Denn bis der „Aha“-Moment einsetzt, kann eine halbe Stunde vergehen – da hat der Zuhörer schon längst abgeschaltet, oder liest nicht weiter. Vielleicht klickt derjenige gerade auf einen anderen Tab und geht somit für verloren. Die Aufmerksamkeitsspanne eines Users oder Zuhörer ist kurz, also startet man die Geschichte in der MItte, da wo es spannend ist.

Alle aufgezeigten Techniken sind nicht sonderlich neu. Die Mittel sind hinlänglich bekannt, doch erst eine Rückbesinnung auf alte Stärken und bewusstes Umdenken führen zu besserem Content.

										

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Kommentare

  1. ZITAT:
    >>Fakten und “Kauf mich”-Botschaften erbringen schon lange nicht mehr den gewünschten Kaufeffekt beim Konsumenten – egal ob er Offline oder Online einkauft. Da die Anzahl der Marken, Produkte, Botschaften und Kommunikationskanäle heute so groß ist, müssen Unternehmen versuchen andere Wege zu gehen.<<

    Grundsätzlich stimme ich Ihrem Artikel zu. Aber solch platte Feststellungen wie oben zitiert sind für ein Fachmagazin des Marketings schon sehr bedenklich. Dass Fakten nicht den gewünschten Kaufeffekt erbringen, gilt allenfalls für gesättigte Märkte – ebenso wie der Hinweis auf die große Anzahl von Marken, Produkten etc. Bei Innovationen und auf neuen Märkten sind Fakten nach wie vor entscheidend dafür, dass die Zielgruppen einen Nutzen auf ihr Bedürfnis hin prüfen kann, um eine konkrete Nachfrage zu entwickeln. Marketing ist nun einmal ein komplexes Thema und es wird sicher nicht einfacher, indem man bestimmte Aspekte einfach ausblendet und durch unspezifische Behauptungen ersetzt.

  2. Menschen lieben Geschichten und Kinder lieben Märchen. Wer sich mal den Aufbau von Grimms Märchen anschaut, kann viel über Storytelling lernen.

    Der Beitrag fasst kurz und knapp mal einen Riesen, wie Storytelling zusammen. Obwohl es wahrscheinlich gar nicht geht. Doch manchmal ist es wichtig, dass Komplexität auf Einfachheit heruntergebrochen wird.

    Danke für den Hinweis, dass die Geschichte in der Mitte beginnen muss. Dieses Mittel stimmt 100pro mit der Headline und dem Einstieg in einen Werbetext überein.

    Geschichten müssen mit der Spannung beginnen. Geschichten verlaufen, wie eine Aktienkurve. Und wenn am Ende der Geschichte oder des Aktientages der Ausgang offen bleibt, bleibt der Leser dran.

    Dann kommt der Leser wieder oder wartet auf die Fortsetzung. Jede Fernseh-Serie baut darauf auf. Und die Gute Nacht Geshcichten für Kinder enden meist „das erzähle ich Dir morgen“ oder „Die Geschichte lese ich Dir morgen vor“.

    Das Abenteuer liegt in der Natur des Menschen. Jede Geschichte ist ein Abenteuer. Die Geschichte und das Abenteuer müssen nur den Leser bzw. Zuhörer unter die Haut gehen und ins Herz treffen.

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