Suche

Anzeige

„Hemmnis für Digitalisierung in Europa“: Verband der Digitalwirtschaft sieht EU-Urheberrecht kritisch

EU-Urheberrechtsreform © ©Fotos: imago/Science Photo Library/ fotolia/rustamank/ Montage: absatzwirtschaft

Wichtige Einigung in Straßburg: Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News müssen für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten in ihren Suchergebnissen künftig Geld an die Verlage zahlen. Monatelang war in der EU heftig um die Erneuerung des Urheberrechts gestritten worden.

Anzeige

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger sehen in der Einigung zum EU-Urheberrecht eine „große Chance für unabhängigen Journalismus in der digitalen Ära“. Die neue Regelung biete Verlagen erstmals die Chance, mit den großen Tech-Plattformen über die Nutzung ihrer Inhalte zu einem fairen Preis zu verhandeln, heißt es in einer Mitteilung. „Dieses Recht wird digitale Innovationen fördern und die Vielfalt professioneller digitaler Medienangebote deutlich erhöhen.“

Die beiden Verbände fuhren fort, die Urheberrechtsreform setze einen wichtigen globalen Standard für journalistische Vielfalt und unabhängige Berichterstattung: „Dies ist ein guter Tag für die Meinungs- und Pressevielfalt in Europa und der Welt.“

„Vielfalt digitaler Medienangebote erhöhen“

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments hatten sich am Mittwoch in Straßburg vorläufig auf eine Reform des EU-Urheberrechts geeinigt. Demnach müssen Nachrichten-Suchmaschinen wie Google News für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten in ihren Suchergebnissen künftig Geld an die Verlage zahlen.Der Verhandlungsführer des Parlaments, Axel Voss (CDU), zeigte sich erleichtert. „Digitaler Urheberrechtsschutz beendet endlich das Wildwest im Internet, bei dem die Rechteinhaber bisher oft untergebuttert werden“, sagte Voss.

„Den neuen Realitäten und Geschäftsmodellen des digitalen Zeitalters können wir jetzt gerecht werden.“ Die Piraten-Europapolitikerin Julia Reda warnte hingegen: „Dieser Deal ist eine Gefahr für kleine Verlage, Autoren und Internetnutzer gleichermaßen.“ Und der Verband der Digitalwirtschaft, Eco, warnte, die Reform werde zum „Hemmnis für die Digitalisierung in Europa“.

Gefahr für kleine Verlage und Internetnutzer

Die Einigung vom Mittwoch muss in den kommenden Wochen allerdings noch vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden. In den allermeisten Fällen ist das eine Formalie – weil die Debatte jedoch so aufgeladen ist, könnte die Reform hier allerdings noch scheitern. Stimmen beide Seiten zu, haben die EU-Länder zwei Jahre Zeit, die neuen Regeln in nationales Recht umzuwandeln.

Neben der Einführung des Leistungsschutzrechts nimmt die Einigung vom Mittwoch in Artikel 13 auch Plattformen wie YouTube stärker in die Pflicht. Sie müssen künftig alles ihnen Mögliche tun, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern. Geschützte Werke müssten demnach lizenziert werden, bevor sie auf den Plattformen landen – oder dürften nicht hochgeladen werden.

dpa

Kommunikation

Craig Silverman von BuzzFeed eröffnet Programmatic-Advertising-Konferenz d3con mit Reizthema Ad-Fraud

Programmatic ist als „Betriebssystem“ in der werbetreibenden Industrie angekommen. Das zeigt nicht zuletzt das Alltime-High an renommierten Marken­unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, die sich dieses Jahr inhaltlich an der d3con beteiligen. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Was der Mobile World Congress 2019 zur Causa Huawei, 5G und IoT verraten könnte

Der Mobile World Congress steht vor der Tür. Ab Montag trifft sich die…

Streamingdienst Soundcloud führt Ranking der 25 erfolgreichsten Apps an

Wer sind die erfolgreichsten Apps in Deutschland? Dies hat nun der Fachdienst mobilbranche.de…

Galaxy Fold: Wie Marketing-Weltmeister Samsung das Smartphone neu erfinden will

Die Katze ist aus dem Sack: Samsung bringt tatsächlich als erster der Tech-Giganten…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige