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Datenskandal um Cambridge Analytica: Ist Facebook aus dem Gröbsten heraus?

Facebook-Boss Mark Zuckerberg musste vorige Woche vor dem US-Kongress aussagen

Es war der turbulenteste Monat in Facebooks Geschichte: Vier Wochen hält der Datenskandal um Cambridge Analytica das weltgrößte Social Network in Atem, vier Wochen. Seit Mark Zuckerbergs Anhörung vor dem US-Senat legt die Facebook-Aktie wieder zu. Analysten halten den Internetgiganten unterdessen für unterbewertet.

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Von Nils Jacobsen

100 Milliarden Dollar: So viel hat der Datenskandal um Cambridge Analytica Facebook in der Spitze an Börsenwert gekostet.

 Doch die Kapitalmärkte beweisen wieder einmal, dass es sie kaum weniger interessiert als der Schnee von gestern. Seit den Jahrestiefs bei 150 Dollar Ende März hat die Facebook-Aktie inzwischen bereits fast 10 Prozent aufgeholt – den Löwenanteil davon seit den Anhörungen vor dem US-Senat.

Nachdem Zuckerbergs Auftritt vor US-Senatoren und Kongressabgeordneten das Schlimmste abgewendet zu haben scheint, blicken Analysten unterdessen nach vorne – nicht zuletzt vor den kommenden Geschäftszahlen für das abgelaufene März-Quartal, die der Social Media-Gigant in der übernächsten Woche vorlegt.

„Facebook ist eine Geldmaschine. Sie sind enorm günstig bewertet“, erklärte Monness Crespi Hardt-Analyst Brian White in der vergangenen Woche gegenüber dem Finanzsender CNBC.

Analyst makes big bull case for tech stocks from CNBC.

Tatsächlich notiert das maßgebliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei Facebook mit 27 unter dem Niveau der Internet- und Tech-Konkurrenz von Alphabet (32), Amazon (312) und sogar Microsoft (29). „Bereits Value-Investoren argumentieren für Facebook“, klärt White auf, der für Facebook ein Kursziel von 200 Dollar nennt.

Bill Nygren, Portfoliomanager des Oakmark Funds, schlägt in die gleiche Kerbe. „Nach Abzug der Barbestände liegt Facebooks 2019er KGV auf dem Marktniveau. Die Frage, die man sich als Anleger stellen muss, lautet daher: Ist Facebook wenigstens ein Durchschnittsunternehmen“, fragt Nygren gegenüber CNBC rhetorisch.

Oakmark fund manager talks his Q1 buys from CNBC.

In der Vergangenheit hat sich Facebook alles andere als durchschnittlich entwickelt: Im Weihnachtsquartal legten die Umsätze rasant um 47 Prozent zu, während der operative Gewinn um 61 Prozent nahezu explodierte. Für den Oakmark-Portfoliomanager ist das Votum entsprechend eindeutig: Er kaufte Facebook-Aktien vor und nach dem Bekanntwerden des Cambridge Analytica-Skandals.

 Vor Bekanntgabe der nächsten Quartalszahlen, die kaum noch vom Datenskandal betroffen sein dürften, geht es für Anleger von allem darum, abzuschätzen, inwieweit Veränderungen am Social Network zu einem Rückgang der Werbeeinnahmen führen könnten. Das Wall Street Journal ist sich sicher: Auch dieser Sturm scheint am 14 Jahre alten Internetpionier vorbeizugehen – 30 von 33 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf.

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