Alles vorbereitet beim neuen Arbeitgeber? Bereits die Einarbeitung beeinflusst die Kündigungsrate

Nach den ersten Arbeitstagen würde jeder Fünfte seinen neuen Arbeitgeber nicht weiter empfehlen. Und erleben Mitarbeiter einen schlechten Onboarding-Prozess, suchen sie sich doppelt so häufig einen neuen Job. Wie sich die ersten Arbeitstage auf Weiterempfehlung des Arbeitgebers und Mitarbeiterbindung auswirken.
Wenn das Team stimmt, geht alles andere von allein? Nicht ganz ©Photo by rawpixel on Unsplash

Bereits bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter entscheidet sich oftmals, ob diese im Unternehmen bleiben. Das ergab eine Umfrage von Digitate, einem Anbieter von IT-Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI), unter 1.500 Angestellten in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Nach den ersten Arbeitstagen würde jeder Fünfte (21,6 Prozent) seinen neuen Arbeitgeber nicht weiter empfehlen. Etwa genauso viele Befragte (22 Prozent) gaben an, nicht über weitere Schritte des Onboarding-Prozesses Bescheid zu wissen.

Dabei soll das Onboarding Mitarbeitern helfen

Zum Onboarding gehören beispielsweise das Anlegen der Mailadresse, das Hinzufügen zu Verteilern, das Ausstellen benötigter Zugangskarten sowie der Zugriff auf Server. Allerdings war die Hälfte der Befragten (50,5 Prozent) mit den Antwortzeiten der IT-Abteilung unzufrieden. Bei der Personalabteilung waren es mit 40 Prozent nicht signifikant weniger. Für das Onboarding eines neuen Mitarbeiters erstellt die Personalabteilung in der Regel mehrere Mails oder sogenannte „Tickets“ im IT-System, um Anfragen oder Änderungswünsche zu bearbeiten. Da diese manuell bearbeitet werden, kommt es leicht zu Verzögerungen, die dann für Unzufriedenheit sorgen.

Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer (59 Prozent) glaubt, dass ihr Arbeitgeber von automatisierten Prozessen profitieren würde.

Zur Studie: Im Auftrag von Digitate hat Research Now im März 2018 rund 1.500 Mitarbeiter in US-amerikanischen Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten befragt.